COVID-19-Impfung

Zusatzimpfung in Ostbelgien

In Belgien wurde beschlossen, die gesamte Bevölkerung zu einer Corona-Zusatzimpfung einzuladen, um ihren Schutz gegen COVID-19 zu optimieren. Was bedeutet das? Wie läuft das ab? Hier erhalten Sie weitere Informationen.

Ein Mann erhält eine Impfung

Jüngste wissenschaftliche Daten zeigen, dass man mehrere Monate nach einer Grundimpfung mit einer oder zwei Impfdosen möglicherweise nicht mehr ausreichend geschützt ist und die Verabreichung einer Zusatzimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (derzeit Pfizer oder Moderna) die Immunantwort wieder verbessern kann.

Dies gilt insbesondere für ältere Personen und Personen mit einer reduzierten Immunität, die durch eine bestimmte Krankheit oder eine Behandlung verursacht wurde. Deshalb wurden diese Personengruppen prioritär zur Zusatzimpfung eingeladen.

Wann fangen die Impfungen an?

  • Mitte September wurde mit der Auswahl der Patienten mit verminderter Immunität und der Einladung zu einer Zusatzimpfung begonnen.
  • Anfang Oktober wurde mit der Einladung zur Zusatzimpfung für Personen ab 65 Jahren begonnen.
  • Seit Ende November werden die Gesundheitsdienstleister, die Personen, die eine einzige Impfdosis mit dem Johnson & Johnson-Impfstoff erhalten haben, und die Personen unter 65 Jahren zur Zusatzimpfung eingeladen.

Die Einladungen erfolgen innerhalb der verschiedenen Personengruppen jeweils von alt nach jung.

Zudem gilt eine minimale Wartezeit zwischen der letzten Basisimpfung und der Zusatzimpfung. Diese hängt jeweils vom Impfstoff der Basisimpfung ab:

  • Johnson & Johnson: 2 Monate
  • Astrazeneca: 4 Monate
  • Pfizer: 6 Monate
  • Moderna: 6 Monate

In welcher Reihenfolge wird eingeladen?

Es geht um folgende Personengruppen, die in nachstehender Reihenfolge eingeladen werden. Innerhalb der Personengruppen wird jeweils von alt nach jung eingeladen.

  • Personen ab 12 Jahren, die aufgrund einer bestimmten Krankheit oder Behandlung eine verminderte Immunität aufweisen, sodass ihre Reaktion auf die Impfung weniger stark ist
  • alle Personen ab 65 Jahren
  • alle Gesundheitsdienstleister
  • Personen, die eine einzige Dosis mit dem Johnson & Johnson-Impfstoff erhalten haben
  • alle Personen unter 65 Jahren  

Bei den Personen mit verminderter Immunität handelt es sich um Patienten mit:

  • angeborenen Immunstörungen
  • chronischer Nierendialyse
  • Entzündungskrankheiten, die mit Immunsuppressiva behandelt werden
  • Blutkrebs oder anderen bösartigen Tumoren, die aktiv behandelt werden oder in den letzten 3 Jahren behandelt wurden
  • Patienten vor der Transplantation, Stammzellentransplantierte und Organtransplantierte
  • HIV-Patienten mit einer CD4-Zellzahl unter 200 pro mm³ Blut

Auf Empfehlung der Gesundheitsexperten werden auch Menschen mit einem Down-Syndrom zu dieser Zusatzimpfung eingeladen

Wie wurden die Listen dieser Personengruppen erstellt?

Um die Listen der immungeschwächten Personen zu erstellen, wurden Daten aus verschiedenen Quellen zusammengeführt:

  • Krebsregister
  • Versicherungsträger (Krankenkassen)
  • Allgemeinmediziner

Seit dem 20. September können Sie selbst über die Internetseiten in den weiterführenden Links überprüfen, ob Sie auf der Patientenliste stehen. Bitte kontaktieren Sie dafür nicht Ihren Hausarzt.

Die Liste der Gesundheitsdienstleister wurde mit den Daten der föderalen Gesundheitsdienstleister-Datenbank „Cobrha“ erstellt.

Wo findet die Impfung statt?

Die zusätzliche Impfung wird größtenteils in den Impfzentren durchgeführt.

Ausgenommen hiervon sind:

  • bettlägerige Personen und/oder Personen mit strengen medizinischen Indikationen, die ihren Wohnort unter normalen Bedingungen nicht verlassen können.  
  • Alle chronischen Nierendialysepatienten werden im Dialysezentrum unter der Koordination des behandelnden Arztes/Nephrologen geimpft.