COVID-19-Impfung

Zusätzliche Impfdosis gegen COVID-19 bei immungeschwächten Personen

In Belgien wurde beschlossen, die besonders gefährdeten Patienten zu einer zusätzlichen Impfung einzuladen, um ihren Schutz gegen COVID-19 zu optimieren. Was bedeutet das? Wer gehört dazu? Wie läuft das ab? Hier erhalten Sie weitere Informationen.

Ein Mann erhält eine Impfung

Die verfügbaren Daten deuten darauf hin, dass Personen mit einer reduzierten Immunität, die durch eine bestimmte Krankheit oder eine Behandlung verursacht wurde, nach einer Grundimpfung mit einer oder zwei Dosen möglicherweise weniger geschützt sind. Jüngste wissenschaftliche Daten zeigen, dass bei diesen immungeschwächten Patienten die Verabreichung einer zusätzlichen Dosis eines mRNA-Impfstoffs (derzeit Pfizer oder Moderna) die Immunantwort verbessern kann.

Wann fangen die Impfungen an?

Ab Mitte September wird mit der Auswahl der Patienten mit verminderter Immunität und der Einladung zu einer „zusätzlichen“ Impfdosis begonnen. Die Personen erhalten von alt nach jung die Einladungen.  

Wer ist betroffen?

Es geht um Personen ab 12 Jahren, die aufgrund einer bestimmten Krankheit oder Behandlung eine verminderte Immunität aufweisen, sodass ihre Reaktion auf die Impfung weniger stark ist und eine „zusätzliche“ Dosis erforderlich ist, um einen maximalen Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf, einem Krankenhausaufenthalt oder sogar dem Tod durch COVID-19 zu erreichen.

Dabei handelt es sich um Patienten mit:

  • angeborenen Immunstörungen
  • chronischer Nierendialyse
  • Entzündungskrankheiten, die mit Immunsuppressiva behandelt werden
  • Blutkrebs oder anderen bösartigen Tumoren, die aktiv behandelt werden oder in den letzten 3 Jahren behandelt wurden
  • Patienten vor der Transplantation, Stammzellentransplantierte und Organtransplantierte
  • HIV-Patienten mit einer CD4-Zellzahl unter 200 pro mm³ Blut

Wie werden die Listen dieser Hochrisikopatienten erstellt?

Um die Listen dieser Patientengruppe zu erstellen, werden Daten aus verschiedenen Quellen zusammengeführt:

  • Krebsregister
  • Versicherungsträger (Krankenkassen)
  • Allgemeinmediziner

Ab dem 20. September können Sie selbst über die Internetseiten in den weiterführenden Links überprüfen, ob Sie auf der Patientenliste stehen. Bitte kontaktieren Sie dafür nicht Ihren Hausarzt.

Wenn Sie einen regulären Hausarzt haben, der Ihre globale Patientenakte (GMD) führt, müssen Sie nichts unternehmen. Sie können einfach auf Ihre Einladung warten.

Wo findet die Impfung von Risikopatienten statt?

Die zusätzliche Impfung, die ab Mitte September stattfinden wird, wird größtenteils in den zu diesem Zeitpunkt noch verfügbaren Impfzentren durchgeführt werden.

Ausgenommen hiervon sind:

  • bettlägerige Personen und/oder Personen mit strengen medizinischen Indikationen, die ihren Wohnort unter normalen Bedingungen nicht verlassen können.  
  • Alle chronischen Nierendialysepatienten werden im Dialysezentrum unter der Koordination des behandelnden Arztes/Nephrologen geimpft.

Weitere Infos finden Sie im Downloadbereich.