EMA lässt angepasste Impfstoffe zu

Covid-19-Auffrischungsimpfung für den Herbst

Am 1. September hat die EMA die angepassten Impfstoffe von Moderna und BioNTech/Pfizer, die nun auch der Omikron-Variante Rechnung tragen, zugelassen. Diese mRNA-Impfstoffe werden ab dem 13. September auch in Ostbelgien verimpft.

Ein Mann wird geimpft.

Schon länger war bekannt, dass die ersten bivalenten Impfstoffe, die neben dem ursprünglichen Virenstamm auch die Omikron-Variante berücksichtigen, entwickelt und durch klinische Studien erprobt wurden. Mit Spannung wurde auf die Entscheidung der EMA gewartet. Die belgischen Teilstaaten warteten für ihre Impfstrategie bewusst auf deren Positionierung, um den Menschen ab September eine adäquate Auffrischungsimpfung anbieten zu können.

Auffrischungsimpfstrategie in Ostbelgien

Ab dem 13. September bietet nun auch die Deutschsprachige Gemeinschaft die Auffrischungsimpfung für den Herbst mit dem bivalenten Impfstoff an.

Das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft versendet erneut persönliche Einladungen an alle Personen, die entweder eine Grundimmunisierung gegen Covid-19 oder bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, wenn deren letzte Impfung mindestens drei Monate her ist.

Die ersten Einladungen gehen an:

  • Menschen, die im belgischen Krankenkassensystem als immungeschwächte Menschen bekannt sind
  • an alle Menschen ab 65 Jahren und älter
  • an alle Gesundheitsdienstleister, die im belgischen System bekannt sind

Anschließend werden alle Menschen ab 18 Jahre eingeladen. Die Einladungen erfolgen immer von den Älteren abwärts zu den Jüngeren.

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre werden noch nicht zu einer Auffrischungsimpfung eingeladen. Eine Ausnahme bilden Praktikanten, die in Pflegeeinrichtungen arbeiten und die jünger als 18 Jahre sind. Diese erhalten keine persönliche Einladung. Sie können sich aber bei der Corona-Hotline für eine Auffrischungsimpfung melden, wenn sie dies wünschen.

Wenn Sie nicht auf die persönliche Einladung durch das Ministerium warten möchten, können Sie sich auch jetzt schon bei Q-Vax einschreiben. Sie werden dann telefonisch kontaktiert, sobald noch Impfstoff und Impftermine an einem Tag zur Verfügung stehen.

Wenn Sie sich bis jetzt noch nicht haben impfen lassen, erhalten Sie keine neue Einladung mehr. Sie können sich jedoch jederzeit bei der Corona-Hotline für einen Impftermin melden.

Was ist neu?

Der neue bivalente Impfstoff wird ausschließlich für die Auffrischungsimpfung eingesetzt, da er bisher nur zu diesem Zweck zugelassen wurde.

Zusätzliches Angebot: Grippeimpfung

Der Herbst naht und damit verbunden auch die Grippe. Sollten Sie sich gleichzeitig mit der Auffrischungsimpfung gegen Grippe impfen lassen wollen, können Sie Ihre Grippeimpfung mit zum Termin ins Impfzelt bringen. Die Grippeimpfung können Sie wie bisher über die öffentlichen Apotheken besorgen. Laut Gutachten des Hohen Gesundheitsrates können diese Impfungen gleichzeitig verabreicht werden. Die Grippeimpfung wird dann im anderen Arm injiziert als die Covid-19-Impfung.

Wichtigkeit und Wirksamkeit der Auffrischungsimpfung

Nach derzeitigem Kenntnisstand schützen alle von der EU zugelassenen Impfstoffe mit einer allgemeinen Wirksamkeit von über 80 Prozent in hohem Maße vor Covid-19-bedingten Krankenhausaufenthalten, schweren Krankheitsverläufen und dem Tod.

Zwischen dem Impfstatus auf der einen Seite und der Hospitalisierungs- bzw. Sterberate auf der anderen Seite gibt es einen eindeutigen Zusammenhang: Je höher die Impfquote, desto geringer ist die Hospitalisierungs- und Sterberate.

Die Auffrischungsimpfung erhöht laut dem Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten nachweislich den Schutz vor einer Infektion und einem schweren Krankheitsverlauf.

GovApp

Die gesamte Kommunikation zwischen den Behörden und dem Bürger, die bisher über SMS lief, wurde auf die so genannte GovApp umgelenkt. Sie sind daher eingeladen, die GovApp auf Ihrem Smartphone zu installieren.