Umgang mit Corona: Fragen und Antworten

Was muss ich machen, wenn ich krank bin? Wie schütze ich meine Mitbewohner? Wie lange muss ich in Quarantäne? Sie stellen sich eine dieser Fragen oder haben den Durchblick verloren? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen!

Damit Sie den Durchblick in dieser Zeit nicht verlieren, finden Sie hier alle Informationen, die Sie zu den Regelungen wissen müssen und Angaben dazu, wie Sie sich im Krankheits- oder Verdachtsfall verhalten sollen. Klicken Sie sich durch und informieren Sie sich!

Wie erkennen Sie COVID-19-Symptome?

Spezifische Symptome für COVID-19 sind:

  • Verlust des Geschmacks- und/oder Geruchssinns (v.a. bei jungen Patienten),
  • trockener Husten,
  • Kurzatmigkeit,
  • Schmerzen in der Brust.

Weniger spezifische Symptome für COVID-19 sind:

  • Fieber,
  • starke Muskelschmerzen oder Muskelschwäche,
  • unerklärliche Müdigkeit/Erschöpfung,
  • Kopfschmerzen, die oft stark sind und sich von bekannten Kopfschmerzen unterscheiden,
  • Durchfall,
  • Halsschmerzen,
  • Übelkeit,
  • Brechreiz,
  • laufende Nase.

Symptome bei älteren Personen:

  • Plötzliche Verwirrung,
  • Gedächtnisstörungen,
  • ein unerklärlicher Sturz,
  • Appetitlosigkeit,
  • wässriger Durchfall.

Symptome bei Patienten mit chronischer Lungenerkrankung, wie Asthma, Bronchitis etc.:

  • Eine plötzliche und unerwartete Verschlechterung der Atemfunktion

    Bedenken Sie:

    • dass rund 30 bis 40 Prozent der infizierten Personen keine Symptome aufwiesen. Auch wenn Sie keine Symptome haben, können Sie Ihre Mitmenschen anstecken!
    • dass Personen, die an COVID-19 erkranken und Symptome aufweisen, schon 48 Stunden vor dem Auftreten der ersten Symptome hochansteckend sein können.

Was müssen Sie tun, wenn Symptome auftreten?

  • Kontaktieren Sie telefonisch Ihren Hausarzt.
  • Führen Sie einen Selbsteinschätzungstest durch, um zu erfahren, ob Sie sich testen lassen sollen. Dieser ist unter dem weiterführenden Link verfügbar.
  • Machen Sie einen Selbsttest.

Was müssen Sie tun, wenn der PCR-Test positiv ist?

  • Bei einem positiven Testergebnis begeben Sie sich in die Isolation. Die Isolation kann nach 7 Tagen beendet werden, vorausgesetzt, Sie sind 3 Tage lang symptomfrei. Danach gelten 3 Tage ununterbrochenes Tragen der Maske in Innenräumen und strikte Kontaktbeschränkung. Weiterführende Informationen zur Dauer der Isolation finden Sie unter der Frage „Was ist bei der Isolation zu beachten?“
  • Die Tracing-Zentrale erhält das positive Testergebnis.
  • Die Tracing-Zentrale kontaktiert Sie unter der Nummer 02/214.19.19.
  • Um Infektionsketten zu durchbrechen und das Virus einzudämmen, fragt die Tracing-Zentrale nach den Kontakten, die Sie 2 Tage vor und 10 Tage nach dem Auftreten der Symptome hatten. So können diese Personen gewarnt werden, da sie möglicherweise schon ansteckend sind, ohne es zu wissen.

Die Tracing-Zentrale erfragt keine sensiblen Daten wie Passwörter, Kreditkartennummern, Bankdaten, Zugangsdaten etc. Mehr Informationen zum Kontakt-Tracing finden Sie in den weiterführenden Links.

Was müssen Sie tun, wenn der PCR-Test negativ ist?

  • Wenn Sie nur getestet wurden, weil Sie Symptome aufwiesen, ist das Verfahren bei einem negativen Testergebnis beendet. Sie sollten Ihr Haus erst wieder verlassen, sobald Ihr gesundheitlicher Zustand es erlaubt. Beachten Sie weiterhin die Abstands- und Hygienemaßnahmen!
  • Wenn Sie getestet wurden, weil Sie symptomatisch sind und als Hochrisikokontakt angegeben wurden, dann hängt das weitere Verfahren von Ihrem Impfstatus ab. Bitte schauen Sie sich hierzu die Frage „Was tun, wenn ich einen Hochrisikokontakt hatte?“ an.

Was ist bei der Isolation zu beachten?

Im Falle eines positiven Tests, egal ob symptomatisch oder asymptomatisch, müssen Sie in Isolation. Die Isolation darf erst verlassen werden

  • 7 Tage nach dem Auftreten der ersten Symptome beziehungsweise 7 Tage nach dem Datum, an dem der Test durchgeführt wurde.

UND

  • Wenn Sie mindestens 3 Tage symptomfrei sind.

UND

  • Wenn Sie die 3 folgenden Tage Ihre Maske ununterbrochen in Innenräumen tragen und strikte Kontaktbeschränkung einhalten.

Die Isolation wird ohne einen erneuten Test beendet. Es ist erwiesen, dass ein Test auch lange nach der Zeit, in der die Person ansteckend ist, positiv ausfallen kann. Tests, die aus diesem Grund durchgeführt werden, belasten unnötig unsere Testzentren.

ACHTUNG: Auch wenn die Symptome abklingen, können Sie noch ansteckend sein. Halten Sie unbedingt die 7-tägige Isolation ein!

Bleiben Sie auch in den 3 Tagen, die auf die 7 Tage folgen (7+3) besonders achtsam:

  • Tragen Sie in Innenbereichen außerhalb Ihres eigenen Hauses immer eine Mundschutzmaske. Die Maske sollte über Mund und Nase getragen werden und eng am Gesicht anliegen, wie es z. B. bei FFP2-Masken der Fall ist.
  • Halten Sie immer Abstand zu anderen Menschen und insbesondere zu Personen, die ein erhöhtes Risiko für eine schwere Erkrankung haben.
  • Die Teilnahme an Aktivitäten, bei denen das Tragen einer Mundschutzmaske nicht möglich ist (z. B. der Besuch von Restaurants), ist nicht möglich.

Da Kinder unter 6 Jahre keine Mundschutzmaske tragen können, wird die Dauer der häuslichen Isolation bei 10 Tagen belassen.

Wie müssen Sie sich in der Isolation verhalten?

  • Verlassen Sie nicht das Haus oder die Wohnung.
  • Empfangen und besuchen Sie keine anderen Menschen.
  • Halten Sie sich von den Personen, mit denen Sie zusammenleben, fern.
  • Sie dürfen in Ihren Garten, auf Ihre Terrasse oder Ihren Balkon gehen.
  • Stoßlüften Sie regelmäßig Ihre Wohnräume.
  • Reinigen Sie täglich die Oberflächen, die Sie häufig berühren, wie beispielsweise Türgriffe, Wasserhähne, Lichtschalter etc. 
  • Verwenden Sie andere Gegenstände als die Personen, mit denen Sie zusammenleben, wie beispielsweise Teller, Handtücher, Bettlaken etc.
  • Benutzen Sie wenn möglich eine andere Toilette, Badezimmer und Schlafzimmer als die Personen, mit denen Sie zusammenleben.

Ich bin geimpft, muss ich mich dennoch zur Testung/in Quarantäne begeben?

Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Körper beginnt, Antikörper zu bilden. Sie sind vollständig geimpft, wenn nach der letzten Impfung mindestens 14 Tage und höchstens 5 Monate vergangen sind oder Sie eine Auffrischungsimpfung erhalten haben.

Es ist möglich, dass Sie auch nach der Impfung noch andere Menschen anstecken können. Es ist daher wichtig, zum Schutz anderer weiterhin die Schutzmaßnahmen einzuhalten: Abstand halten, Mundschutz tragen, Hände waschen, Räume ausreichend lüften usw. Schließlich wird es noch einige Zeit dauern, bis genug Menschen geimpft sind, um eine Gruppenimmunität zu erreichen.

Der Impfstoff schützt Sie vor einer Erkrankung an COVID-19 bzw. vor einem schweren Verlauf der Krankheit. Die Impfung aktiviert das körpereigene Immunsystem. Dennoch besteht immer ein Risiko an COVID-19 zu erkranken.

Da Sie zum Zeitpunkt der Impfung nicht auf das Virus getestet werden, ist es möglich, dass Sie zum Zeitpunkt der Impfung bereits infiziert sind, kurz nach der ersten Impfung COVID-19 positiv werden und schließlich erkranken. Das liegt daran, dass Sie sich zum Zeitpunkt der Impfung noch in der Inkubationszeit befanden.

Es ist möglich, dass Sie sich trotz Impfung testen lassen müssen. Bis zum negativen Resultat müssen Sie eine Quarantäne einhalten. Dies ist der Fall bei:

  • Wenn Sie Symptome von COVID-19 aufweisen und ein Hochrisikokontakt eines Indexfalles sind.
  • Wenn Sie von außerhalb Europas nach Belgien zurückkehren.

Hochrisikokontakte, die vollständig geimpft sind, müssen sich grundsätzlich nicht testen lassen, es sei denn sie haben Symptome von COVID-19. Allerdings sind Sie dazu verpflichtet, 10 Tage nach dem Hochrisikokontakt besondere Vorsicht walten zu lassen. Mehr dazu finden Sie bei der Frage „Was tun, wenn Sie einen Hochrisikokontakt hatten?”.

  • Bei der Rückkehr aus einer roten Zone außerhalb des EU-/Schengenraums beziehungsweise aus einer Zone, die nicht auf der sogenannten weißen Liste geführt wird, müssen Sie zwei PCR-Tests machen (an Tag 1 und Tag 7) und dürfen die Quarantäne nach dem ersten negativen Testergebnis verlassen.
  • Bei einer Rückkehr aus einem Land mit sehr hohem Risiko (Land mit gefährlichen Variationen) außerhalb des EU-/Schengenraums müssen Sie zwei PCR-Tests machen (an Tag 1 und Tag 7) und eine 10-tägige Pflichtquarantäne einhalten. Das gilt sowohl für Geimpfte als auch für Nicht-Geimpfte.

Sollte eine geimpfte Person einen positiven PCR-Test erhalten, gibt es keinen Unterschied zu ungeimpften Personen. Sie muss sich für 7 Tage in Isolation begeben.

Ich bin genesen, muss ich mich dennoch zur Testung/Quarantäne begeben?

Wenn Sie vor weniger als 5 Monaten positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gelten dieselben Regeln wie für vollständig geimpfte Hochrisikokontakte. Das gilt nicht für Reiserückkehrer aus einer roten Zone, die nicht im EU-/Schengenraum bzw. auf der weißen Liste ist und bei der Rückkehr aus einem Gebiet mit sehr hohem Risiko innerhalb des EU-/Schengenraums.

  • Bei der Rückkehr aus einer roten Zone außerhalb des EU-/Schengenraums beziehungsweise aus einer Zone, die nicht auf der sogenannten weißen Liste geführt wird, müssen Sie zwei PCR-Tests machen (an Tag 1 und Tag 7) und dürfen die Quarantäne nach dem zweiten negativen Testergebnis verlassen.
  • Bei einer Rückkehr aus einem Land mit sehr hohem Risiko (Land mit gefährlichen Variationen) innerhalb des EU-/Schengenraums müssen Sie zwei PCR-Tests machen. Den ersten maximal 72 Stunden vor der Einreise (Reiseverbot bei positivem Ergebnis) oder unmittelbar nach der Rückkehr. Die Quarantäne darf nach dem ersten negativen Ergebnis verlassen werden. Ein zweiter PCR-Test an Tag 7 bleibt Pflicht.

Was ist ein Hochrisikokontakt?

Eine Person gilt als Hochrisikokontakt, wenn sie lange in engem Kontakt zu einer infizierten Person stand (mehr als 15 Minuten mit weniger als 1,5 Metern Abstand und ohne Maske). Dies betrifft beispielsweise Personen, die unter einem Dach wohnen, der direkte Büronachbar an der Arbeit, der Banknachbar in der Schule (gilt auch für Grundschulkinder), ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens etc.

Eine Kontaktperson ist eine Person, die mit einem bestätigten Fall von COVID-19 in den 2 Tagen vor dem Auftreten der Symptome bis zum Ende der Ansteckungsfähigkeit des Falls (Ende der Isolation) in Kontakt gekommen ist. Bei einer asymptomatischen Person mit einem positiven PCR-Test wird eine Kontaktperson als eine Person definiert, mit der sie innerhalb von 2 Tagen vor dem Abstrich und bis zu 10 Tage danach in Kontakt war.

Hochrisikokontakte werden nach ihrem Impfstatus behandelt. Die Dauer der Quarantäne basiert folglich auf dem Impfstatus. Die Quarantäne kann durch tägliche Selbsttests verkürzt werden. Wenn in einem der täglichen Selbsttests ein positives Ergebnis gefunden wird, wird der Patient isoliert. Das positive Ergebnis muss durch einen PCR-Test bestätigt werden. Kontaktieren Sie die Tracing-Zentrale (02/214 19 19), um nach einem positiven Selbsttest einen PCR-Code zu erhalten.

  • Sie hatten einen Hochrisikokontakt und sind vollständig geimpft? Dann lesen Sie die weitere Vorgehensweise im Artikel „Hochrisikokontakt: vollständig geimpfte Kontaktperson?“
  • Sie hatten einen Hochrisikokontakt und sind teilweise geimpft? Dann lesen Sie die weitere Vorgehensweise im Artikel „Hochrisikokontakt: teilweise geimpfte Kontaktperson?“
  • Sie hatten einen Hochrisikokontakt und sind ungeimpft? Dann lesen Sie die weitere Vorgehensweise im Artikel „Hochrisikokontakt: ungeimpfte Kontaktperson?“
  • Sie hatten einen Hochrisikokontakt und sind genesen? Dann lesen Sie die weitere Vorgehensweise im Artikel „Hochrisikokontakt: genesene Kontaktperson?“
  • Ihr Kind hatte einen Hochrisikokontakt? Dann lesen Sie die weitere Vorgehensweise im Artikel „Hochrisikokontakt: Ihr Kind hatte einen Hochrisikokontakt? “

Hochrisikokontakt: vollständig geimpfte Kontaktperson?

Als vollständig geimpft gelten:

  • Personen (≥ 18 Jahren) nach der Zusatzimpfung ODER mit einer Grundimpfung, welche mindestens 2 Wochen und maximal 5 Monate her ist.
  • Personen von 12 bis 18 Jahren 2 Wochen nach der Grundimpfung.

Eine vollständig geimpfte Kontaktperson, die asymptomatisch ist, muss weder in Quarantäne noch getestet werden. Eine Infektion kann bei diesen Personen jedoch nicht ausgeschlossen werden. Daher ist es wichtig, in den 10 Tagen nach dem Hochrisikokontakt erhöhte Vorsichtsmaßnahmen walten zu lassen.

Sollten Symptome auftreten, wird ein PCR-Test schnellstmöglich durchgeführt.

Für geimpfte Haushaltsmitglieder einer infizierten Person, die nicht isoliert werden kann (z. B. weil es sich um ein Kleinkind handelt), wird weder eine Quarantäne noch ein Test empfohlen. Ein Selbsttest wird jedoch mindestens an Tag 10 (Ende der Isolationszeit vom Indexfall) empfohlen. Erhöhte Vorsichtsmaßnahmen gelten bis zu 10 Tage nach dem letzten Risikokontakt. In diesem Fall sind es maximal 20 Tage nach dem Auftreten von Symptomen beim Indexpatienten.

Hochrisikokontakt: teilweise geimpfte Kontaktperson?

Als teilweise geimpft gelten Personen (≥ 18 Jahren), deren letzte Impfung der Grundimpfung länger als 5 Monate her ist.

Teilweise geimpfte Kontaktpersonen müssen für 7 Tage in Quarantäne. Eine mögliche Verkürzung der Quarantäne ist ab dem 4. Tag möglich, sofern ein täglicher Selbsttest mit negativen Ergebnissen bis zum 7. Tag durchgeführt wird.

Zusätzlich gelten erhöhte Vorsichtsmaßnahmen bis zum 10. Tag einschließlich.

Für teilweise geimpfte Haushaltsmitglieder einer infizierten Person, die nicht isoliert werden kann (z. B. weil es sich um ein Kleinkind handelt), werden die Quarantäne und die Tests ab den ersten Symptomen des Indexfalls gezählt. Ein (zusätzlicher) Selbsttest wird am Tag 10 (Ende der Isolations- und Vorsichtsmaßnahmen für den Indexfall) empfohlen. Erhöhte Vorsichtsmaßnahmen dauern bis zu 10 Tage nach dem letzten Risikokontakt. In diesem Fall wäre dies bis zu 20 Tage nach Beginn der Symptome beim Indexfall der Fall.

Hochrisikokontakt: ungeimpfte Kontaktperson?

Nicht geimpfte Kontaktpersonen sollten 10 Tage lang unter Quarantäne gestellt werden. Eine mögliche Verkürzung der Quarantäne ist ab dem 7. Tag möglich, sofern ein täglicher Selbsttest mit negativen Ergebnissen bis zum 10. Tag durchgeführt wird.

Zusätzlich gelten erhöhte Vorsichtsmaßnahmen bis zum 10. Tag einschließlich.

Für ungeimpfte Haushaltsmitglieder einer infizierten Person, die nicht isoliert werden kann (z. B. weil es sich um ein Kleinkind handelt), werden die Quarantäne und die Tests ab den ersten Symptomen des Indexfalls gezählt. Ein (zusätzlicher) Selbsttest wird am Tag 10 (Ende der Isolations- und Vorsichtsmaßnahmen für den Indexfall) empfohlen. Erhöhte Vorsichtsmaßnahmen dauern bis zu 10 Tage nach dem letzten Risikokontakt. In diesem Fall wäre dies bis zu 20 Tage nach Beginn der Symptome beim Indexfall der Fall.

Hochrisikokontakt: genesene Kontaktperson?

Unter „vorherige Infektion“ ist eine Infektion zu verstehen, die ursprünglich durch einen Antigen- oder PCR-Test nachgewiesen wurde, der vor weniger als 5 Monaten verabreicht wurde (kein Selbsttest). Blutproben, die eine Infektion mit COVID-19 beweisen, werden daher nicht berücksichtigt, da sie keine Informationen über den Zeitpunkt der Infektion liefern.

Eine genesene Kontaktperson, die asymptomatisch ist, muss weder in Quarantäne noch getestet werden. Eine Infektion kann bei diesen Personen jedoch nicht ausgeschlossen werden. Daher ist es wichtig, in den 10 Tagen nach dem Hochrisikokontakt erhöhte Vorsichtsmaßnahmen walten zu lassen.

Sollten Symptome auftreten, wird ein PCR-Test schnellstmöglich durchgeführt.

Für genesene Haushaltsmitglieder einer infizierten Person, die nicht isoliert werden kann (z. B. weil es sich um ein Kleinkind handelt), wird weder eine Quarantäne noch ein Test empfohlen. Ein Selbsttest wird jedoch mindestens an Tag 10 (Ende der Isolationszeit vom Indexfall) empfohlen. Erhöhte Vorsichtsmaßnahmen dauern bis zu 10 Tage nach dem letzten Risikokontakt. In diesem Fall sind es maximal 20 Tage nach dem Auftreten von Symptomen beim Indexpatienten.

Hochrisikokontakt: Ihr Kind hatte einen Hochrisikokontakt?

Kinder ab 6 Jahre, die mögliche Symptome von COVID-19 aufweisen, sollten getestet werden. Wie in der Allgemeinbevölkerung hängen die Maßnahmen für Kinder über 12 Jahre von ihrem Impfstatus und davon ab, ob sie kürzlich mit COVID-19 infiziert wurden. Kontakte innerhalb des Haushalts (Geschwister, Eltern) sind immer Hochrisikokontakte.

Wenn eine Klasse geschlossen wird, weil das Virus in dieser Klasse stärker zirkuliert, beginnt die Quarantänezeit für alle Schülerinnen und Schüler am ersten Tag der Schließung der Klasse.

  • Kinder im Alter von 6 Jahren oder älter, die mögliche Symptome von COVID-19 aufweisen, sollten immer getestet werden.
  • Kinder unter 6 Jahren werden bei schweren oder leichten Symptomen und einem kürzlichen Kontakt mit einem bestätigten Fall von COVID-10 getestet.

Bis das Testergebnis vorliegt, bleibt das Kind zu Hause. Wenn das Ergebnis negativ ist, kann das Kind wieder in die Schule oder den Kindergarten gehen.
Bei einem positiven Ergebnis beginnt die siebentägige Isolationsphase (+ 3 Tage erhöhte Vorsichtsmaßnahmen) und die Überwachung der Kontakte um das Kind herum.

Bei Hochrisikokontakten mit einem Haushaltsmitglied mit COVID-19 gelten folgende Regeln:

  • Kinder mit einer vorherigen COVID-19-Infektion (<5 Monate) müssen, wie Erwachsene, nicht unter Quarantäne gestellt werden, sondern sollten besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, wie das strikte Tragen eines Mundschutzes in Innenräumen (für Kinder ab 6 Jahren) und die Einschränkung von Kontakten, insbesondere mit Risikogruppen.
  • Für andere Kinder gelten die Regeln für Hochrisikokontakte, die sich nach dem Impfstatus der Erwachsenen richten, bei denen sie sich aufhalten. Besteht zwischen den Erwachsenen ein Unterschied im Impfstatus, wird der am wenigsten geimpfte Erwachsene berücksichtigt. Wenn also einer der Erwachsenen nicht vollständig geimpft ist, muss das Kind in Quarantäne bleiben. Die Dauer der Quarantäne und der Zeitpunkt des Selbsttests bzw. der Selbsttests sind die gleichen Regeln wie bei ungeimpften oder teilweise geimpften Erwachsenen.
  • Sobald ein Kind mögliche Symptome von COVID-19 zeigt, sollte es von einer medizinischen Fachkraft getestet werden. Wenn das Kind nicht getestet wird, gilt es als bestätigter Fall. Dies wird der Kindertagesstätte/Schule mitgeteilt und das Kind muss sieben Tage lang isoliert werden. 

Wie sehen die erhöhten Vorsichtsmaßnahmen aus?

Unter erhöhten Vorsichtsmaßnahmen versteht man:

  • Das Tragen einer Mundmaske in Innenbereichen außerhalb der eigenen Wohnung. Die Maske muss über Mund und Nase getragen werden und eng am Gesicht anliegen, wie es z. B. bei FFP2-Masken der Fall ist.
  • Halten Sie stets Abstand zu anderen Menschen und insbesondere zu Personen, bei denen das Risiko besteht, dass sie sich eine schwere Krankheit zuziehen.
  • Die Teilnahme an Aktivitäten, bei denen das Tragen einer Mundmaske nicht möglich ist (z. B. der Besuch von Restaurants), ist nicht möglich.
  • Wenn Symptome auftreten, die auf COVID-19 hindeuten könnten, sollte so schnell wie möglich ein Test durchgeführt werden.

Hygienetipps für den Erkrankten und die Mitbewohner:

  • Bedecken Sie Nase und Mund, wenn Sie husten oder niesen.
  • Desinfizieren Sie nach jedem Toilettengang die Toilette, insofern diese mit Ihren Mitbewohnern geteilt wird.
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife und trocknen Sie sie mit einem nur für Sie bestimmten Handtuch. Vermeiden Sie es, Augen, Nase und Mund mit ungewaschenen Händen zu berühren.
  • Desinfizieren Sie die Oberflächen einmal täglich mit Wasser und Chlor (40 ml Chlor und 1 l Wasser).
  • Wenn möglich, nutzen Sie ein separates Schlafzimmer und Bad. Teilen Sie nicht Ihr Geschirr mit Ihren Mitbewohnern und essen Sie allein.

Wie müssen Sie sich in der Quarantäne verhalten?

  • Tragen Sie immer einen Mund-Nasen-Schutz.
  • Wenn Sie keine andere Möglichkeit haben, dürfen Sie alleine zur Apotheke, zum Arzt oder in den Supermarkt gehen.
  • Empfangen und besuchen Sie keine anderen Menschen.
  • Sie dürfen in Ihren Garten, auf Ihre Terrasse oder Ihren Balkon gehen.
  • Messen Sie zweimal täglich Ihre Temperatur.
  • Stoßlüften Sie regelmäßig Ihre Wohnräume.
  • Reinigen Sie täglich die Oberflächen, die Sie häufig berühren, wie beispielsweise Türgriffe, Wasserhähne, Lichtschalter etc. 
  • Verwenden Sie andere Gegenstände als die Personen, mit denen Sie zusammenleben, wie beispielsweise Teller, Handtücher, Bettlaken etc.
  • Benutzen Sie wenn möglich eine andere Toilette und Badezimmer als die Personen, mit denen Sie zusammenleben.

Seien Sie auch in den ersten Tagen nach der Quarantäne besonders achtsam:

  • Achten Sie auf Symptome.
  • Reduzieren Sie Ihre Kontakte soweit wie möglich.
  • Verlassen Sie das Haus nur, um die nötigsten Einkäufe (Nahrungsmittel oder Apotheke) zu erledigen oder um den Arzt aufzusuchen.
  • Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zu Ihren Mitmenschen.
  • Tragen Sie außerhalb Ihrer Wohnung stets einen Mund-Nasen-Schutz (für Personen über 12 Jahre).
  • Befolgen Sie strikt die Hygieneregeln wie z. B. regelmäßiges Händewaschen.
  • Wenn Sie zur Arbeit zurückkehren, tragen Sie permanent einen Mund-Nasen-Schutz bis zum vollständigen Abklingen der Symptome und mindestens bis 14 Tage nach Beginn der Symptome.

Dürfen Sie in der Quarantäne arbeiten?

Ja, wenn Ihre Arbeit über Telearbeit ausgeführt werden kann, denn Sie müssen zu Hause bleiben.

Was muss ich tun, wenn die Coronalert-App mich als Hochrisikokontakt ausweist?

  • Wenn Sie über Ihre Coronalert-App erfahren, dass Sie Hochrisikokontakt einer positiv getesteten Person sind, und keine Symptome wie Fieber, Husten, Atembeschwerden, Halsschmerzen, Durchfall oder eine verstopfte Nase aufweisen, rufen Sie die Tracing-Zentrale unter der Nummer 02 214 19 19 an, um, je nach Impfstatus, eine Quarantänebescheinigung zu erhalten.
  • Wenn Sie über Ihre Coronalert-App erfahren, dass Sie Hochrisikokontakt einer positiv getesteten Person sind, und Symptome aufweisen, nehmen Sie umgehend telefonisch Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf. Wenn der Arzt Ihnen einen Test verordnet, generieren Sie in der Coronalert-App unter der Rubrik „Erhalten Sie Ihr Testergebnis“ einen 17-stelligen Code, indem Sie auf die entsprechende Schaltfläche klicken. Beim Test müssen Sie den Arzt oder Pfleger bitten, diesen Code in sein System einzutragen. So wird gewährleistet, dass die Coronalert-App das Ergebnis des Tests anzeigt, sobald es vorliegt. Wenn das Testergebnis positiv ist, werden über die App anonym die Hochrisikokontakte informiert, die Ihr Smartphone erfasst hat.
  • Detaillierte Informationen zur Coronalert App finden Sie in den weiterführenden Links.

Wo erhalte ich Informationen zum Coronavirus und zur Impfung in Leichter Sprache?

Alteo hat eine Broschüre mit Informationen zum Coronavirus und zur Corona-Impfung veröffentlicht. In der Broschüre hat Alteo die wichtigsten Informationen in einer leichten und verständlichen Sprache zusammengefasst.

Sie können die Broschüre im Downloadbereich dieses Artikels herunterladen.

An den folgenden Stellen können Sie die Broschüre persönlich abholen:

  • Eupen: Alteo VoG. Kloster Str. 29
  • St. Vith: MM-Verstehen, Luxemburger Str. 3

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Broschüre per Post zu bestellen. Überweisen Sie dafür bitte die Portokosten von 4 Euro auf das Alteo Konto Nr: IBAN: BE51 7925 5153 3362. Vermerken Sie bei der Überweisung bitte die folgenden Angaben:

  • Corona-Broschüre
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  • die genaue Anschrift