Ablauf der Impfung

Wer erhält im Herbst 2022 eine Auffrischungsimpfung?

  1. Risikopatienten, Ü65 und Bewohner von Altenpflegeheimen: Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf, immungeschwächte Personen, Personen Ü65 und Bewohner von Altenpflegeeinrichtungen werden vorrangig geimpft. Wenn diese Personen bereits vor kurzem eine zweite Auffrischungsimpfung erhalten haben, wird eine zusätzliche Auffrischung im Herbst empfohlen. Dabei sollte zwischen den beiden Auffrischungsdosen ein Abstand von mindestens drei Monaten und idealerweise sechs Monaten liegen. Für diese Personen wird diese zusätzliche Dosis also eine 3. Auffrischung sein.

  1. Gesundheitssektor und 50- bis 64-Jährige: Ab September haben alle Mitarbeitenden des Gesundheitswesens Anspruch auf eine Auffrischungsimpfung. Danach werden die 50- bis 64-Jährigen in absteigender Reihenfolge (vom Ältesten zum Jüngsten) zur Auffrischungsimpfung eingeladen.

  1. 18- bis 50-Jährige: Anschließend können sich die 18- bis 50-Jährigen impfen lassen.

  1. Kinder und Jugendliche: Für Kinder und Jugendliche werden noch zusätzliche wissenschaftliche Daten erwartet. Auszubildende in Betreuungseinrichtungen und gefährdete junge Menschen unter 18 Jahre sind von dieser Abwarte-Phase nicht betroffen und dürfen bereits eine zusätzliche Dosis erhalten.

Kann ich mich bei meinem Impftermin zur Auffrischung auch gegen die Grippe impfen lassen?

Der Herbst naht und damit verbunden auch die Grippe. Bei Ihrem Auffrischungstermin für die Corona-Schutz-Impfung, können Sie sich gleichzeitig gegen die Grippe impfen lassen. Dafür bringen Sie einfach Ihre Grippe-Impfdosis mit zum Termin ins Impfzelt. Die Grippe-Impfung wird dann in den anderen Arm injiziert als die Corona-Schutz-Impfung. Ihre Grippe-Impfdosis können Sie wie gewohnt über die öffentlichen Apotheken besorgen. Laut Gutachten des Hohen Gesundheitsrates können beide Impfungen problemlos gleichzeitig verabreicht werden.

Wann sollte ich meinen Impftermin verschieben?

Grundsätzlich sollten Sie sich in den folgenden Situationen nicht impfen lassen bzw. Ihren Impftermin verschieben:

  • Wenn Sie in der Vergangenheit schwere allergische Reaktionen/Anaphylaxie auf einen der Bestandteile des COVID-19-Impfstoffes hatten.
  • Wenn Sie am Tag des Impftermins Krankheitssymptome und/oder Fieber über 38,5°C haben.
  • Wenn Sie derzeit eine bestätigte oder vermutete COVID-19-Infektion durchmachen. Warten Sie mit der Impfung, bis Sie die vorgeschriebene Isolationszeit hinter sich gebracht haben und Ihre akuten Symptome seit mindestens 14 Tage abgeklungen sind oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine längere Verschiebung der Impfung.
  • Ein geplanter medizinischer Eingriff unter Vollnarkose ist ein Grund, eine Impfung zu verschieben. Zwischen einer Vollnarkose und der Impfung wird ein Mindestabstand von 48 Stunden empfohlen. Nach einer Lokalanästhesie gilt dieser Abstand nicht.

COVID-19-Impfstoffe sind für Personen, die Blutverdünner einnehmen, unbedenklich. Informieren Sie bitte grundsätzlich dennoch die Person, die Ihnen den Impfstoff verabreicht, über alle Medikamente, die Sie einnehmen, bevor Sie den Impfstoff erhalten.

Ich bin noch nicht geimpft. Wie erreiche ich einen vollständigen Impfschutz?

Wenn Sie noch nicht geimpft sind, müssen Sie sich zunächst grundimmunisieren lassen. Dazu rufen Sie am besten die Corona-Hotline an und vereinbaren einen Impftermin in einem der beiden Impfzentren in Eupen oder St. Vith.

Was genau ist eine Grundimmunisierung?

Mit Hilfe einer Impfung kann das Immunsystem schon vor einer Infektion eine stabile Immunität gegen einen bestimmten Erreger entwickeln. Denn der geimpfte Organismus hat den Erreger bei der Impfung bereits kennengelernt und kann bei einer nachfolgenden Infektion mit diesem Erreger schneller und effizienter reagieren. Im geimpften Körper existieren dann bereits „ausgebildete“ Zellen, die den Erreger sofort bekämpfen können, und das Immunsystem kann sofort mit der Nachproduktion solcher Zellen starten. Die Entwicklung einer solchen belastbaren Immunität durch Impfungen bezeichnet man als Grundimmunisierung. Eine Grundimmunisierung durch Impfung ist vor allem für Krankheiten sinnvoll, die einen großen Einfluss auf die Gesundheit vieler Menschen haben oder die schwere Verläufe und Folgeschäden hervorrufen können. Dazu zählt auch COVID-19.

Wie erlange ich eine Grundimmunisierung gegen COVID-19?

Die Grundimmunisierung wird durch mehrere Teilimpfungen erreicht. Nach der ersten Impfung braucht der Körper etwas Zeit, damit die entsprechende Immunantwort ausgebildet werden kann. Darum werden die Teilimpfungen in festgelegten Abständen verabreicht. Das gilt auch für die Impfung gegen COVID-19. Hier werden zwei Impfungen im Abstand von 21 Tagen verabreicht, um eine Grundimmunisierung zu erreichen.

Wie oft muss geimpft werden?

Die Anzahl Impfungen und die dazwischenliegenden Zeitabstände hängen vom Impfstoff ab.

Grundimmunisierung

Alle in Belgien zugelassenen Impfstoffe benötigen für die Grundimmunisierung eine Zweitimpfung:

  • Zweitimpfung bei Moderna-Impfstoff: frühestens 28 Tagen nach der Erstimpfung
  • Zweitimpfung bei Pfizer/BioNTech-Impfstoff: zwischen 21 und 35 Tagen nach der Erstimpfung

Auffrischungsimpfung für Erwachsene ab 18 Jahren

Sie erhalten spätestens fünf Monate nach ihrer letzten Impfung (Grundimmunisierung/Auffrischung) eine Einladung für eine weitere Injektion.

Auffrischungsimpfung für 12- bis 17-Jährige

Der Hohe Gesundheitsrat empfiehlt dieser Gruppe nur dann eine Auffrischung, „wenn es angemessen ist". Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Jugendliche mit chronisch Kranken oder alten Menschen unter einem Dach leben.

Ich habe mich im Ausland impfen lassen, wo kann ich meine Impfung in Belgien eintragen lassen?

Wenn Sie im Ausland Ihre ersten beiden Impfungen erhalten haben oder dort geboostert wurden, dann sollten Sie diese Impfungen unbedingt in Belgien eintragen lassen.

Wenden Sie sich für die Eintragung an eines der beiden Impfzentren in Ostbelgien. Dort sollten Sie mit Ihrem Impfnachweis aus dem Ausland und Ihrem Personalausweis vorstellig werden, damit Ihr EU-Covid-Zertifikat, das Sie dann als CST nutzen können, angepasst werden kann. Die Mitarbeiter vor Ort werden Ihre Impfung eintragen lassen. Sie benötigen dazu keinen Termin.

Erhalte ich ein Attest darüber, dass ich geimpft wurde oder einen Impfpass?

Alle Corona-Impfungen werden digital in die Impf-Datenbank Vaccinnet+ eingetragen. Folgende Daten werden dort gespeichert:

  • Nationalregisternummer des Geimpften,
  • die Adresse des Geimpften,
  • INAMI-Nummer des Impfenden,
  • Name, Chargennummer und Identifikationsnummer des Impfstoffes,
  • Datum und Ort der Impfung,
  • mögliche Nebenwirkungen und Reaktionen auf die Impfung.

Wer einen Impfpass hat, sollte ihn mitbringen. Wer noch keinen Impfpass hat, kann bei der Impfung gegen das Coronavirus einen erhalten.

Fakten zur Impfung

Wie lange schützt mich die Impfung und wie häufig muss ich meinen Schutz auffrischen lassen?

Die hohe Schutzwirkung gegenüber schweren Infektionen bleibt mindestens drei Monate nach der Auffrischimpfung/Grundimmunisierung bestehen. Auch wenn dieser Schutz mit der Zeit nachlässt, bietet eine erneute Impfdosis einen sehr guten Schutz gegen schwere Krankheitsverläufe und Krankenhauseinweisung aufgrund von COVID-19. Es ist momentan noch nicht geklärt, wie lange der Schutz gegen „einfache“ symptomatische Infektionen wirksam ist.

Nach drei Monaten lässt die Schutzwirkung nach. Wie schnell der Schutz abnimmt, ist von Person zu Person sehr unterschiedlich. Durchschnittlich zeigt sich jedoch eine deutliche Abnahme nach fünf bis sechs Monaten. Daher empfiehlt die „WHO Strategic Advisory Group of Experts on Immunization“ (SAGE), den Menschen vier bis sechs Monate nach Abschluss der letzten Impfung eine Auffrischungsimpfung anzubieten.

Die Immunität kann bei einigen Personengruppen schneller abnehmen:

  • älteren Menschen
  • Menschen mit Grunderkrankungen
  • Menschen, die dem Virus in hohem Maße ausgesetzt sind

Daher empfiehlt SAGE, die Auffrischungsimpfung zunächst diesen Personengruppen anzubieten, da hierdurch die Wirksamkeit der Impfung wieder verbessert wird.

Was bringt die Impfung und was nicht? „Teacher Aziotou“ klärt auf!

Die Corona-Pandemie wütet seit März 2020. Seitdem wurden viele Zahlen und Grafiken im Umlauf gebracht. Vor allem seit der Möglichkeit der Impfung. Das verunsichert viele Menschen, denn es ist nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Wir haben den ostbelgischen Wissenschaftslehrer und YouTuber Michel Aziotou gefragt, ob er ein paar Dinge richtigstellen kann.

  • Wie verhält es sich mit den Corona-Inzidenzzahlen?
  • Wieso sind die Werte gestiegen, sind doch viele Menschen in Belgien geimpft?
  • Und sterben nicht trotzdem Menschen an Covid-19?
  • Warum liegen proportional viel mehr Ungeimpfte in den Krankenhäusern und auf der Intensivstation?

Der Naturwissenschaftslehrer des Königlichen Athenäums, Michel Aziotou, ist in der Welt von YouTube kein Unbekannter. Mit seinem Alias „Teacher Aziotou“ hat er auf dem Videoportal schon knapp 40 aufgelockerte Unterrichtsclips hochgeladen und damit fast 400 Abonnenten gewonnen. Für das Ministerium geht Aziotou, der seit 2005 am KAE unterrichtet, den obengenannten Fragen auf den Grund.

Aber sehen Sie selbst:

In den weiterführenden Links finden Sie den Kanal von Michel Aziotou.

Hat die Corona-Impfung einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit? St. Vither Gynäkologe Dr. Van der Putten beruhigt!

Gynäkologe Dr. Van der Putten beruhigt. „Es gibt keinen Grund, besorgt zu sein. Besorgt soll man sein, wenn man sich nicht impfen lässt!“ Außerdem seien durch die Impfung von Schwangeren keine erhöhten Risiken für Missbildungen oder Fehlgeburten bekannt.

Dr. Van der Putten rät schwangeren Frauen dringend zur Corona-Schutzimpfung. Man solle sich immer vor Augen halten, dass die Erkrankung viel schlimmer sei als die Impfung. Sie berge Risiken sowohl für die werdende Mutter wie für das Kind. Das Risiko einer schweren Erkrankung liege für Schwangere sogar um ein Mehrfaches höher als bei vergleichbaren, nicht schwangeren Frauen.

Bin ich zu einer Impfung verpflichtet?

Wie die meisten Impfungen in unserem Land ist auch die Impfung gegen COVID-19 absolut freiwillig.

Allerdings: Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger schnell verbreitet sich das Virus. Auch Personen, die nicht geimpft werden können, werden geschützt. Diese Herdenimmunität ist erreicht, wenn die Ausbreitungsmöglichkeiten des Virus in der Bevölkerung so eingeschränkt sind, dass die Infektionsketten abreißen.

Wer sich impfen lässt, schützt also nicht nur sich selbst, sondern auch die Gesellschaft. Manche Menschen können aufgrund einer chronischen Erkrankung, die eine oder andere Impfung nicht bekommen. Sie sind darauf angewiesen, dass die Menschen in ihrem Umfeld geimpft sind und sie so indirekt vor einer Ansteckung schützen.

Bin ich sofort nach der Impfung geschützt?

Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Körper beginnt, Antikörper zu bilden. Zwei Wochen nach der zweiten Impfung liegt ein ausreichender Schutz vor.

Es ist möglich, dass Sie auch nach der Impfung noch andere Menschen anstecken können. Es ist daher wichtig, zum Schutz anderer weiterhin die Schutzmaßnahmen einzuhalten: Abstand halten, Mundschutz tragen, Hände waschen, Räume ausreichend lüften usw.

Kann ich nach der Impfung noch COVID-19 bekommen?

Der Impfstoff schützt Sie vor einer Erkrankung an COVID-19 bzw. vor einem schweren Verlauf der Krankheit. Die Impfung aktiviert das körpereigene Immunsystem.

Dennoch besteht immer ein Risiko an COVID-19 zu erkranken.

Wie verhalte ich mich, nachdem ich geimpft wurde?

Es ist möglich, dass Sie auch nach der Impfung noch andere Menschen anstecken können. Daher ist es wichtig, dass Sie sich zum Schutz anderer weiterhin an die Schutzmaßnahmen halten (Abstand halten, Mundschutz tragen, Hände waschen, Räume ausreichend lüften usw.). Schließlich wird es noch einige Zeit dauern, bis genug Menschen geimpft sind, um eine Gruppenimmunität zu erreichen.

Ist eine vollständig geimpfte Person genauso ansteckend wie eine ungeimpfte Person?

Alle bisherigen Untersuchungen und Beobachtungen zeigen, dass die Menschen, die geimpft sind, weniger infiziert und weniger ansteckend werden. Egal welche Sars-Cov2-Variante die Covid-19-Erkrankung verursacht. Das beweist den Sinn einer Impfung und damit auch eines Covid-Safe-Tickets.

Wo erhalte ich Informationen zum Coronavirus und zur Impfung in Leichter Sprache?

Alteo hat eine Broschüre mit Informationen zum Coronavirus und zur Corona-Impfung veröffentlicht. In der Broschüre hat Alteo die wichtigsten Informationen in einer leichten und verständlichen Sprache zusammengefasst.

Sie können die Broschüre im Downloadbereich dieses Artikels herunterladen.

Achtung: Die in der Broschüre genannten Zahlen und Corona-Schutz-Maßnahmen sind nicht aktuell.

Ich bin geimpft, muss ich mich dennoch zur Testung/in Quarantäne begeben?

Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Körper beginnt, Antikörper zu bilden. Sie sind vollständig geimpft, wenn nach der letzten Impfung mindestens 14 Tage und höchstens 5 Monate vergangen sind oder Sie eine Auffrischungsimpfung erhalten haben.

Es ist möglich, dass Sie auch nach der Impfung noch andere Menschen anstecken können. Es ist daher wichtig, zum Schutz anderer weiterhin die Schutzmaßnahmen einzuhalten: Abstand halten, Mundschutz tragen, Hände waschen, Räume ausreichend lüften usw. Schließlich wird es noch einige Zeit dauern, bis genug Menschen geimpft sind, um eine Gruppenimmunität zu erreichen.

Der Impfstoff schützt Sie vor einer Erkrankung an COVID-19 bzw. vor einem schweren Verlauf der Krankheit. Die Impfung aktiviert das körpereigene Immunsystem. Dennoch besteht immer ein Risiko an COVID-19 zu erkranken.

Da Sie zum Zeitpunkt der Impfung nicht auf das Virus getestet werden, ist es möglich, dass Sie zum Zeitpunkt der Impfung bereits infiziert sind, kurz nach der ersten Impfung COVID-19 positiv werden und schließlich erkranken. Das liegt daran, dass Sie sich zum Zeitpunkt der Impfung noch in der Inkubationszeit befanden.

Es ist möglich, dass Sie sich trotz Impfung testen lassen müssen. Bis zum negativen Resultat müssen Sie eine Quarantäne einhalten. Dies ist der Fall bei:

  • Wenn Sie Symptome von COVID-19 aufweisen und ein Hochrisikokontakt eines Indexfalles sind.
  • Wenn Sie von außerhalb Europas nach Belgien zurückkehren.

Hochrisikokontakte, die vollständig geimpft sind, müssen sich grundsätzlich nicht testen lassen, es sei denn sie haben Symptome von COVID-19. Allerdings sind Sie dazu verpflichtet, 10 Tage nach dem Hochrisikokontakt besondere Vorsicht walten zu lassen. Mehr dazu finden Sie bei der Frage „Was tun, wenn Sie einen Hochrisikokontakt hatten?”.

  • Bei der Rückkehr aus einer roten Zone außerhalb des EU-/Schengenraums beziehungsweise aus einer Zone, die nicht auf der sogenannten weißen Liste geführt wird, müssen Sie zwei PCR-Tests machen (an Tag 1 und Tag 7) und dürfen die Quarantäne nach dem ersten negativen Testergebnis verlassen.
  • Bei einer Rückkehr aus einem Land mit sehr hohem Risiko (Land mit gefährlichen Variationen) außerhalb des EU-/Schengenraums müssen Sie zwei PCR-Tests machen (an Tag 1 und Tag 7) und eine 10-tägige Pflichtquarantäne einhalten. Das gilt sowohl für Geimpfte als auch für Nicht-Geimpfte.

Sollte eine geimpfte Person einen positiven PCR-Test erhalten, gibt es keinen Unterschied zu ungeimpften Personen. Sie muss sich für 7 Tage in Isolation begeben.

Im Downloadbereich finden Sie ein Schema zu den einzelnen Schritten, die sie befolgen müssen.

Vorteile der Auffrischungsimpfung

Schützt die Impfung vor einem weiteren Lockdown?

Umso mehr Menschen sich impfen und nachimpfen lassen, um so unwahrscheinlicher ist es, dass wir noch einmal eine Lockdown-Situation erleben.

Wir waren doch bereits in der Normalität, warum soll ich mich noch impfen lassen? Hat das Impfen überhaupt was gebracht?

Die Gesellschaft hat Enormes geleistet, damit wir Alle in die Normalität zurückkehren konnten. Das Coronavirus bleibt aber weiterhin eine Bedrohung für den menschlichen Organismus, weil unser Körper immer noch lernen muss, mit dem Erreger umzugehen. Bis das Coronavirus sich als „normale“ Infektion etabliert hat, und die Gesundheit durch eine Infektion nicht mehr in hohem Maße gefährdet ist, muss der Impfschutz noch so weit wie möglich aufrechterhalten werden.

Wie alle Impfstoffe sind auch die COVID-19-Impfstoffe nicht zu 100 % wirksam, um eine Infektion zu verhindern. Manche Menschen, die ihre COVID-19-Impfungen auf dem neuesten Stand halten, bekommen trotzdem eine COVID-19-Durchbruchsinfektion. Fakt ist jedoch:

  • Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit COVID-19 ist bei vollständig geimpften Personen geringer als bei nicht-vollständig Geimpften und Ungeimpften.
  • Sollte es trotz vollständiger Impfung zu einer Infektion kommen, ist die Wahrscheinlichkeit für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe viel geringer als bei ungeimpften Personen. 
  • Auch die Übertragung der Krankheit an andere Personen ist weniger wahrscheinlich, wenn die übertragende Person geimpft ist.

Noch immer gilt es, Menschen zu beschützen die ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben. Deshalb ist es wichtig, den empfohlenen Impfschutz für alle Gruppen aufrecht zu erhalten.

Wie lange schützt mich die Auffrischungsimpfung?

Die Auffrischungsimpfung bietet einen sehr hohen Schutz gegen einen schweren Krankheitsverlauf und einer daraus resultierenden Krankenhauseinweisung. Nach der Auffrischungsimpfung bleibt dieser hohe Schutz gegen schwere Infektionen mindestens drei Monate bestehen.

Nach mehreren Monaten lässt die Schutzwirkung dann nach. Wie schnell der Schutz abnimmt, ist von Person zu Person sehr unterschiedlich. Durchschnittlich zeigt sich jedoch eine deutliche Abnahme nach fünf bis sechs Monaten. Daher empfiehlt die „WHO Strategic Advisory Group of Experts on Immunization“ (SAGE), den Menschen vier bis sechs Monate nach Abschluss der letzten Impfung eine Auffrischungsimpfung anzubieten.

Die Immunität kann bei einigen Personengruppen schneller abnehmen:

  • älteren Menschen
  • Menschen mit Grunderkrankungen
  • Menschen, die dem Virus in hohem Maße ausgesetzt sind

Daher empfiehlt SAGE, dass die Auffrischungsimpfung zunächst diesen Personengruppen angeboten wird.

Bleibt die Impfung gratis?

Ja, die Impfung bleibt für die Auffrischungskampagne weiterhin gratis für die Bevölkerung.

Alles über den Impfstoff

Welcher Impfstoff wird aktuell verabreicht?

Derzeit wird in Ostbelgien ausschließlich Impfstoff von Pfizer/BioNTech verabreicht. Für die Auffrischungsimpfung wird ein angepasster, bivalenter Impfstoff („Comirnaty Original/Omicron BA.1“) desselben Herstellers genutzt.

Für die Grundimmunisierung wird weiterhin der ursprüngliche, monovalente Impfstoff („Comirnaty“ in unterschiedlichen Zusammensetzungen für Erwachsene und Kinder) von Pfizer/BioNTech verwendet.

Ist der neue Impfstoff gleich oder verbessert?

Beim neuen Impfstoff handelt es sich um einen sogenannten bivalenten Impfstoff. Das heißt, er ist sowohl gegen das ursprüngliche Virus als auch gegen die neuere Omikron-Untervariante BA.1 ausgelegt. Er dient zur Auffrischung einer bereits vorhandenen Grundimmunisierung und zum besseren Schutz gegen die Omikron-Varianten. Der neue Impfstoff erhöht nach einer Auffrischungsimpfung den Schutz gegen alle bisher bekannten Varianten von COVID-19. Dabei ruft der bivalente Impfstoff eine höhere Antikörperbildung hervor als der ursprüngliche, monovalente Impfstoff.

Der neue Impfstoff wird ausschließlich zur Auffrischung genutzt

Der bivalente Impfstoff wird ausschließlich als Auffrischungsimpfung verwendet. Der Grund: Er enthält weniger Informationen in Form von mRNA als der ursprüngliche Impfstoff. Für die Grundimmunisierung braucht der Körper jedoch möglichst viele Informationen über das Virus in Form von mRNA. Deshalb wird der ursprüngliche Impfstoff weiterhin zum Erreichen einer Grundimmunisierung verwendet. Denn er bietet einen wirksamen, breiten Schutz gegen eine COVID-19 Infektion.

Ist der neue Impfstoff sicher?

Grundsätzlich gilt

Alle in Belgien verabreichten Impfstoffe sind durch die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) für Menschen ab 18 Jahren zugelassen. Der sogenannte pädiatrische Impfstoff Comirnaty® von Pfizer/BioNTech hat außerdem eine Zulassung der Europäischen Arzneimittel Agentur (EMA) zur Verabreichung an Jugendliche und Kinder ab 5 Jahren. Die Wirksamkeit, Sicherheit und milden Nebenwirkungen sind bei allen Impfstoffen gleich.

Der neue Impfstoff

Der neue Impfstoff ist eine auf das Infektionsgeschehen des letzten Jahres angepasste “aktualisierte Variante” des ursprünglichen Impfstoffes. Er ist am Menschen getestet worden und sicher. Die Nebenwirkungen unterscheiden sich nicht vom ursprünglichen Impfstoff. Auch der neue Impfstoff ist ein mRNA-Impfstoff, der anstatt lebender oder abgetöteter Viren nur die Bauanleitung der Virusbestandteile enthält.

Was war nochmal mRNA?

Impfstoffe wirken, indem sie eine Immunreaktion auslösen. Diese Immunreaktion entwaffnet ein eindringendes Virus und schützt den Körper so vor Schäden. Der Corona-Impfstoff von Pfizer/BioNTech enthält mRNA anstelle von toten oder lebenden Viren oder Virenbruchstücken. Die mRNA können Sie sich wie eine Anleitung zur Herstellung eines bestimmten Proteins vorstellen, die Ihrem Körper dabei hilft, dieses Protein vorübergehend herzustellen. Beim besagten Protein handelt es sich um einen kleinen Teil des sogenannten Spike-Proteins, das auf der Oberfläche des Virus erscheint. Dieses Protein bringt Ihrem Körper bei, wie er auf das Coronavirus reagieren soll, falls Sie sich infizieren. Das nennt man Immunreaktion.

Eine Immunreaktion auszulösen ist nicht dasselbe wie ein Immunsystem zu verändern. Keine der Technologien, die in den zugelassenen Impfstoffen verwendet werden, kann Ihr Immunsystem verändern. Die mRNA gelangt nie in den Zellkern, in dem sich Ihre DNA (die Bauanleitung für Ihre eigenen Körperzellen) befindet. Die mRNA interagiert nicht mit Ihrer DNA und kann sie daher nicht verändern.

Mit welchen Impfstoffen können Kinder geimpft werden?

Für die Impfung von Kindern wird ein sogenannter pädiatrischer Impfstoff von Pfizer/BioNTech verwendet. Dieser Impfstoff wurde speziell für Kinder entwickelt und am 26. November 2021 von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zugelassen.

Kinder erhalten ein Drittel der „Erwachsenen“-Dosis. Die zweite Impfung erfolgt mit einem Abstand von 21 Tagen.

Der Impfstoff ist sicher. Wie bei jeder Impfung können auch nach der Corona-Schutzimpfung mit dem Kinderimpfstoff Impfreaktionen oder unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Diese sogenannten Impfreaktionen treten in der Regel kurz nach der Impfung auf und halten wenige Tage an. Die häufigsten Impfreaktionen sind:

  • Schmerzen an der Einstichstelle
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit

Weniger häufig sind:

  • Rötung oder Schwellung Einstichstelle
  • Fieber
  • Durchfall
  • Schüttelfrost
  • Muskel- und Gelenkschmerzen  

In der praktischen Anwendung bei Kindern weltweit wurden keine schweren Nebenwirkungen festgestellt. Eine anfangs viel beachtete schwerere Nebenwirkung ist die Myokarditis (Herzmuskelentzündung). Dieses Krankheitsbild kam bei der weltweiten Anwendung dieses Impfstoffes bei über 20 Millionen Kindern nur 22-mal vor und nahm einen milden Verlauf. 

Schützen die Impfstoffe vor einem schweren Verlauf?

Bei der Wirksamkeit der Impfung gegen einen Erreger spielen zwei wichtige Punkte eine Rolle:

  • Wie stark senkt die Impfung meine Wahrscheinlichkeit mich anzustecken?
  • Wie hoch ist mein Risiko mit einem gefährlichen Verlauf der Krankheit ins Krankenhaus eingeliefert werden zu müssen?

Alle Prozentzahlen geben dabei an, wie stark das Risiko einer Ansteckung oder eines schweren Verlaufs sinkt im Vergleich zu einer ungeimpften Person.

Hauptzweck des Impfstoffs ist es, Sie vor einem schweren und tödlichen Verlauf der Krankheit zu schützen. Alle Wissenschaftler stimmen darin überein, dass die Impfstoffe das Risiko senken, einen schweren Verlauf der Krankheit zu erleiden, weil sie dem Körper hierfür hohe Abwehrkräfte verleihen.

Eine großangelegte amerikanische Studie kam zu folgendem Ergebnis: Die Wahrscheinlichkeit vor einem schweren Verlauf nach einer Ansteckung mit der Delta-Variante ist um 93 % gesenkt, gegenüber dem Risiko getragen von ungeimpften Menschen. Dies wird nicht nur durch einzelne Ergebnisse beständig bestätigt, sondern Überblicksarbeiten über eine Vielzahl von Studien verschiedenster Länder konnten eine gleichartige Schutzwirkung feststellen.

So hat eine Analyse der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC ergeben, dass die Effektivität der Impfung mit Moderna und Pfizer insbesondere gegen Delta bei 80-88 % liegt. Hierfür wurden eine Vielzahl an Studien betrachtet. Die Ergebnisse einer Überblicksarbeit Sciensanos decken sich ebenfalls mit britischen und amerikanischen Ergebnissen.

In Bezug auf die Omikron-Variante, die mittlerweile die Mehrzahl der Covid-19-Erkrankungen verursacht, zeigen erste Daten, dass das Risiko einen schweren Verlauf der Krankheit zu erleiden nach der Grundimmunisierung durch 2 Impfungen während zirka 5 bis 6 Monate um 67 Prozentpunkte im Vergleich zu eine ungeimpften Person sinkt. Durch eine Booster-Impfung zeigen erste Studien eine Reduzierung um 68 Prozent im Vergleich zu einer ungeimpften Person.

Welche Nebenwirkungen können bei einer (zusätzlichen) Impfung auftreten?

Die Nebenwirkungen der Auffrischungsimpfung sind dieselben wie die der Grundimmunisierung:

  • Allergische Reaktionen: Wie bei allen Medikamenten kann auch der COVID-19-Impfstoff bei manchen Menschen eine allergische Reaktion auslösen. Das Risiko dafür ist jedoch äußerst gering. Um auf Nummer sicher zu gehen, bittet Sie das Gesundheitspersonal, nach der Impfung noch 15 Minuten vor Ort zu bleiben, um etwaige allergische Reaktion direkt zu erkennen und ggf. Maßnahmen zu ergreifen.
  • Leichte Nebenwirkungen: Der Impfstoff kann leichte Nebenwirkungen auslösen. Diese sind normal und sollten innerhalb weniger Tage abklingen. Mögliche Nebenwirkungen sind:
    • Schmerzen, Schwellungen und andere örtliche Reaktionen am geimpften Arm
    • Fieber
    • Schüttelfrost
    • Müdigkeit
    • Grippesymptome (Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Unwohlsein)
    • Übelkeit
    • Schwindel

Sollten die Symptome über einen längeren Zeitraum anhalten oder sollten Sie weitere Impfreaktionen wie zunehmende Kopfschmerzen, Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit, verschwommenes Sehen oder Hautblutungen bemerken, dann kontaktieren Sie einen Arzt.

Können zu viele Impfungen schädlich sein?

Bei einer Impfung, wie auch bei allen anderen Eingriffen in den Organismus gilt: Die Dosis macht das Gift. Natürlich wäre es schädigend, wenn Impfdosen in zu kurzen Abständen bzw. zu häufig verabreicht werden würden. Die Dosen der Impfungen und die Abstände zwischen den Impfdosen werden durch medizinisch-epidemiologische Expertisen festgelegt. Generell wird bei allen Impfungen ein gewisser Abstand vorgeschrieben, der nicht unterschritten werden soll. An diese Regelung hält sich auch das Impfverfahren für die Corona-Schutzimpfung.

Beeinträchtigen die mehrfachen Impfungen meine Leistungsfähigkeit?

Eine Infektion mit COVID-19 kann zu einem schweren und langen Krankheitsverlauf führen, der nachweislich die Leistungsfähigkeit und den allgemeinen Gesundheitszustand über lange Zeit beeinträchtigt. Die Nebenwirkungen der Impfung und auch der Auffrischungsimpfungen halten nur einen begrenzten Zeitraum von 24 bis 72 Stunden an und beeinträchtigen im weiteren Verlauf nicht Ihre Leistungsfähigkeit.

Zu den Nebenwirkungen der Impfung gehört auch Müdigkeit und ein erhöhtes Schlafbedürfnis. In diesem Fall sollten Sie Ihrem Körper Ruhe gönnen. Sollte die Müdigkeit über einen längeren Zeitraum anhalten oder sollten Sie weitere Impfreaktionen wie zunehmende Kopfschmerzen, Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit, verschwommenes Sehen oder Hautblutungen bemerken, dann kontaktieren Sie Ihren Arzt.

Wie funktioniert der Impfstoff?

Aktuell werden nur noch die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und in Ausnahmefällen der Impfstoff von Novavax (bei allergischen Reaktionen auf Impfstoffe) verabreicht. Infos zu den vorher zusätzlich genutzten Impfstoffen von Moderna, AstraZeneca und Johnson&Johnson finden Sie weiter unten in dieser Antwort.

Sowohl der Impfstoff für Kinder als auch der Impfstoff für Erwachsene von Pfizer/BioNTech sind sogenannte mRNA-Impfstoffe. Die mRNA im menschlichen Körper spielt eine große Rolle bei der Herstellung von Eiweißen, denn an ihr können die erforderlichen Informationen abgelesen werden. Die mRNA im Impfstoff liefert dem Körper Informationen über die Zusammensetzung des Coronavirus. So kann der Körper Virus-Proteine herstellen. Diese Proteine werden dann vom Körper als fremd erkannt und lösen eine Immunreaktion aus. Auf diese Weise kann der Körper sich sozusagen vorbeugend auf die Bekämpfung des Virus vorbereiten. Kommt der Körper später in Kontakt mit dem eigentlichen Virus, so wird die körpereigen Abwehr rascher aktiviert und das Virus kann sofort bekämpft werden.  

Damit setzt die mRNA-Impfung einen Schritt früher an als die „klassische“ Impfung. Denn bei Letzterer sind Krankheitserreger oder deren Bestandteile im Impfstoff enthalten, während bei der mRNA- Impfung nur deren „Bauanleitung“ übermittelt wird. Da die Zellen in der Folge nur einzelne Proteine herstellen, besteht keinerlei Infektionsrisiko. Außerdem können die mRNA-Impfstoffe aufgrund ihres einfachen Aufbaus verhältnismäßig schnell angepasst werden, falls neue Virusvarianten aufkommen.

Der Impfstoff von Novavax ist ein sogenannter Proteinimpfstoff und unterscheidet sich von den mRNA-Impfstoffen dadurch, dass dieser Impfstoff künstlich hergestellte Proteine des Virus enthält und nicht deren Bauplan.

Vorher genutzte Corona-Impfstoffe

Der für die Grundimmunisierungs-Kampagne und erste Auffrischungskampagne genutzte Impfstoff Moderna ist ebenfalls ein mRNA-Impfstoff. Die Vakzine AstraZeneca und Johnsen&Johnsen, die für die erste Impfkampagne (Grundimmunisierung) genutzt wurden, sind sogenannte Vektor-Impfstoffe.

Wie wird der Impfstoff gelagert? Ist die Lagerung sicher?

Die Impfstoffe werden zentral unter strenger Sicherheitsaufsicht im ganzen Land gelagert. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft lagert der Impfstoff in den Kliniken in St. Vith und Eupen, teilweise aber auch in den Impfzentren. Da die Impfstoffe teilweise bei sehr niedrigen Temperaturen gelagert werden müssen (-80 °C und -20 °C), wurden hierfür entsprechende Kühlsysteme bereitgestellt. Die allgemeine Lagerung bei 2 bis 8 °C wird ebenfalls durch besondere medizinische Kühlschränke und eine kontinuierliche Temperaturüberwachung gewährleistet. Dabei darf die Kühlkette während des Transports und der Lagerung nicht unterbrochen werden.

Impfen oder nicht?

Ich bin Risikopatient, können mir die mehrfachen Impfungen schaden?

Es gibt für jeden Impfstoff spezielle Empfehlungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen und Gesundheitszustände. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um sich über Ihre spezielle Situation zu informieren.

Ich bin genesen, muss ich mich wieder impfen lassen?

Wenn Sie eine symptomatische COVID-19-Infektion hatten oder positiv auf COVID-19 getestet wurden, können Sie sich ab dem 14. Tag nach Ihrer Genesung impfen lassen, oder ab dem 14. Tag nach Ihrem positiven PCR-Test, wenn Sie eine asymptomatische Infektion hatten.

Wenn Sie sich in Quarantäne befinden, wird die Impfung aufgeschoben, bis die Quarantänezeit vorüber ist.

Impfung nach Behandlung mit Kortikosteroide

Wenn Sie einen schweren Fall von COVID-19 hatten und mit einer hohen Dosis systematischer Kortikosteroide behandelt wurden, ist es ratsam, die Impfung bis mindestens vier Wochen nach Beendigung dieser Behandlung zu verschieben, da Kortikosteroide die Immunantwort unterdrücken.

Impfung nach Anti-COVID-19-Antikörper-Behandlung

Wenn Sie einen schweren Fall von COVID-19 hatten und mit monoklonalen Anti-COVID-19-Antikörpern oder Plasma mit Anti-COVID-19-Antikörpern behandelt wurden (passive Immunität), müssen Sie zwei bis drei Monate nach Ihrer Behandlung warten, da die Immunantwort aufgrund der zirkulierenden Antikörper möglicherweise unzureichend ist.

Impfung nach bestätigter COVID-19-Infektion

Personen mit einer im Labor bestätigten COVID-19-Infektion können in Erwägung ziehen, die Impfung um drei bis sechs Monate hinauszuzögern, da die natürliche Infektion zu einem gewissen Schutz vor einer Infektion führt. Besprechen Sie daher gerne das weitere Vorgehen mit Ihrem Hausarzt.

Ich lese immer wieder, dass die Corona-Verläufe eher milde sind. Ist es überhaupt notwendig, sich impfen zu lassen?

Es lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen, wer leicht oder schwer erkrankt, aber:

  • Die Impfung der Bevölkerung führt dazu, dass COVID-19 Infektionen mit größerer Wahrscheinlichkeit milde verlaufen. Die Impfung schützt Sie vor schweren Verläufen.
  • Mit der Impfung können Sie eine Immunität aufbauen, ohne die schädlichen Auswirkungen der Krankheit selbst zu erleiden. Die Impfung schützt Sie dann über einen gewissen Zeitraum. Eine Infektion mit dem Coronavirus ohne Impfung führt auch zu einer Immunität, von der aber auch nicht klar ist, wie lange sie anhält.
  • Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger schnell verbreitet sich das Virus. Auch Personen, die nicht geimpft werden können, werden somit geschützt. Diese Herdenimmunität ist erreicht, wenn die Ausbreitungsmöglichkeiten des Virus in der Bevölkerung so eingeschränkt sind, dass die Infektionsketten abreißen.
  • Haben Sie eine chronische Krankheit? Wenn ja, kann eine Erkrankung an COVID-19 einen schwereren Verlauf nehmen. Eine Impfung ist in diesem Fall besonders wichtig. Die Impfstoffe wurden auch bei Menschen mit einer chronischen Krankheit getestet.
  • Eine Infektion mit COVID-19 kann schwere gesundheitliche Probleme verursachen und sogar tödlich sein. Auch im späteren Verlauf kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen, die den Alltag beeinträchtigen und zu Beschwerden führen. Hierzu gehören zum Beispiel Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrations- und Denkprobleme, Muskelschmerzen und Kurzatmigkeit. Auch Menschen, die bei der Erstinfektion keine Symptome haben, können später unter solchen Beschwerden leiden, die auch als Long-COVID- oder Post-COVID-Erkrankung bezeichnet werden. Das kann durch eine Impfung vermieden werden.

Ich lese immer wieder, dass die Corona-Verläufe bei Kindern eher milde sind. Ist es überhaupt notwendig, dass ich mein(e) Kind(er) impfen lasse?

Der Hohe Gesundheitsrat, der belgische beratende Ausschuss für Bioethik und die Task Force Impfungen empfehlen, dass die Impfung gegen COVID-19 nicht nur Kindern mit Begleiterkrankungen, sondern allen Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren angeboten werden sollte.

Die Entscheidung zur Impfung erfolgt auf individueller und freiwilliger Basis durch das Kind und Sie als Eltern oder gesetzlichen Vormund. Wichtig ist, dass Sie nicht nur die Situation Ihres Kindes, sondern auch die Situation der Menschen betrachten, mit denen Ihr Kind zusammenlebt oder die Ihr Kind betreuen. Wenn Ihr Kind durch die Großeltern oder einen Menschen mit chronischen Erkrankungen betreut wird, kann es von Vorteil sein, dass Ihr Kind sich impfen lässt. Ein Austausch mit dem Haus- oder Kinderarzt Ihres Vertrauens kann bei der Entscheidungsfindung eine große Hilfe sein.

  • Hat Ihr Kind eine chronische Krankheit? Wenn ja, kann eine Erkrankung an COVID-19 einen schwereren Verlauf nehmen. Eine Impfung ist deshalb besonders wichtig.
  • Gesunde Kinder haben ein sehr geringes Risiko ernsthaft an COVID-19 zu erkranken. Dennoch wurden ungeimpfte Kinder weltweit doppelt so häufig wegen einer Infektion mit COVID-19 im Krankenhaus behandelt als geimpfte Kinder.
  • Auch Kinder können nach einer Infektion mit COVID-19 unter Langzeitfolgen leiden.
  • Außerdem gibt es noch 3 gute Gründe für die Impfung von Kindern:
    • Kontakte: Geimpfte Kinder haben ein deutlich geringeres Risiko, betagte oder kranke Kontaktpersonen anzustecken. Da Kinder häufig asymptomatisch bleiben oder nur ganz schwache Krankheitssymptome zeigen, werden ihre Kontakte bei einer Infektion oft nicht eingeschränkt.
    • Schulen: Wenn Kinder geimpft werden, verringert das den Druck auf die Schulen.
    • Viruszirkulation: Je mehr Menschen in der Gesellschaft geimpft sind, desto weniger zirkuliert das Virus. Durch das Impfen der Kinder kann die Übertragung in der ganzen Bevölkerung verringert werden.

Wann sollte ich meinen Impftermin verschieben?

Grundsätzlich sollten Sie sich in den folgenden Situationen nicht impfen lassen bzw. Ihren Impftermin verschieben:

  • Wenn Sie in der Vergangenheit schwere allergische Reaktionen/Anaphylaxie auf einen der Bestandteile des COVID-19-Impfstoffes hatten.
  • Wenn Sie am Tag des Impftermins Krankheitssymptome und/oder Fieber über 38,5°C haben.
  • Wenn Sie derzeit eine bestätigte oder vermutete COVID-19-Infektion durchmachen. Warten Sie mit der Impfung, bis Sie die vorgeschriebene Isolationszeit hinter sich gebracht haben und Ihre akuten Symptome seit mindestens 14 Tage abgeklungen sind oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine längere Verschiebung der Impfung.
  • Ein geplanter medizinischer Eingriff unter Vollnarkose ist ein Grund, eine Impfung zu verschieben. Zwischen einer Vollnarkose und der Impfung wird ein Mindestabstand von 48 Stunden empfohlen. Nach einer Lokalanästhesie gilt dieser Abstand nicht.

COVID-19-Impfstoffe sind für Personen, die Blutverdünner einnehmen, unbedenklich. Informieren Sie bitte grundsätzlich dennoch die Person, die Ihnen den Impfstoff verabreicht, über alle Medikamente, die Sie einnehmen, bevor Sie den Impfstoff erhalten.

Ich bin noch nicht geimpft. Wie erreiche ich einen vollständigen Impfschutz?

Wenn Sie noch nicht geimpft sind, müssen Sie sich zunächst grundimmunisieren lassen. Dazu rufen Sie am besten die Corona-Hotline an und vereinbaren einen Impftermin in einem der beiden Impfzentren in Eupen oder St. Vith.

Was genau ist eine Grundimmunisierung?

Mit Hilfe einer Impfung kann das Immunsystem schon vor einer Infektion eine stabile Immunität gegen einen bestimmten Erreger entwickeln. Denn der geimpfte Organismus hat den Erreger bei der Impfung bereits kennengelernt und kann bei einer nachfolgenden Infektion mit diesem Erreger schneller und effizienter reagieren. Im geimpften Körper existieren dann bereits „ausgebildete“ Zellen, die den Erreger sofort bekämpfen können, und das Immunsystem kann sofort mit der Nachproduktion solcher Zellen starten. Die Entwicklung einer solchen belastbaren Immunität durch Impfungen bezeichnet man als Grundimmunisierung. Eine Grundimmunisierung durch Impfung ist vor allem für Krankheiten sinnvoll, die einen großen Einfluss auf die Gesundheit vieler Menschen haben oder die schwere Verläufe und Folgeschäden hervorrufen können. Dazu zählt auch COVID-19.

Wie erlange ich eine Grundimmunisierung gegen COVID-19?

Die Grundimmunisierung wird durch mehrere Teilimpfungen erreicht. Nach der ersten Impfung braucht der Körper etwas Zeit, damit die entsprechende Immunantwort ausgebildet werden kann. Darum werden die Teilimpfungen in festgelegten Abständen verabreicht. Das gilt auch für die Impfung gegen COVID-19. Hier werden zwei Impfungen im Abstand von 21 Tagen verabreicht, um eine Grundimmunisierung zu erreichen.