Alles über den Impfstoff

Schützen die Impfstoffe vor einem schweren Verlauf?

Bei der Wirksamkeit der Impfung gegen einen Erreger spielen zwei wichtige Punkte eine Rolle:

  • Wie stark senkt die Impfung meine Wahrscheinlichkeit mich anzustecken?
  • Wie hoch ist mein Risiko mit einem gefährlichen Verlauf der Krankheit ins Krankenhaus eingeliefert werden zu müssen?

Alle Prozentzahlen geben dabei an, wie stark das Risiko einer Ansteckung oder eines schweren Verlaufs sinkt im Vergleich zu einer ungeimpften Person.

Hauptzweck des Impfstoffs ist es, Sie vor einem schweren und tödlichen Verlauf der Krankheit zu schützen. Alle Wissenschaftler stimmen darin überein, dass die Impfstoffe das Risiko senken, einen schweren Verlauf der Krankheit zu erleiden, weil sie dem Körper hierfür hohe Abwehrkräfte verleihen.

Eine großangelegte amerikanische Studie kam zu folgendem Ergebnis: Die Wahrscheinlichkeit vor einem schweren Verlauf nach einer Ansteckung mit der Delta-Variante ist um 93 % gesenkt, gegenüber dem Risiko getragen von ungeimpften Menschen. Dies wird nicht nur durch einzelne Ergebnisse beständig bestätigt, sondern Überblicksarbeiten über eine Vielzahl von Studien verschiedenster Länder konnten eine gleichartige Schutzwirkung feststellen.

So hat eine Analyse der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC ergeben, dass die Effektivität der Impfung mit Moderna und Pfizer insbesondere gegen Delta bei 80-88 % liegt. Hierfür wurden eine Vielzahl an Studien betrachtet. Die Ergebnisse einer Überblicksarbeit Sciensanos decken sich ebenfalls mit britischen und amerikanischen Ergebnissen.

In Bezug auf die Omikron-Variante, die mittlerweile die Mehrzahl der Covid-19-Erkrankungen verursacht, zeigen erste Daten, dass das Risiko einen schweren Verlauf der Krankheit zu erleiden nach der Grundimmunisierung durch 2 Impfungen während zirka 5 bis 6 Monate um 67 Prozentpunkte im Vergleich zu eine ungeimpften Person sinkt. Durch eine Booster-Impfung zeigen erste Studien eine Reduzierung um 68 Prozent im Vergleich zu einer ungeimpften Person.

Wie funktioniert der Impfstoff?

Ein Impfstoff trainiert unser Immunsystem darauf, ein bestimmtes Virus oder Bakterium zu "erkennen", ohne dabei tatsächlich krank zu werden. Ziel ist es, die Bildung von Antikörpern gegen den Virus oder das Bakterium in unserem Körper und die zelluläre Immunabwehr anzuregen.

BioNTech/Pfizer- und Moderna-Impfstoffe gegen Covid-19 sind mRNA-Impfstoffe (messenger-Ribonukleinsäure, auch Boten-RNA genannt). Vaxzevria- (AstraZeneca) und Johnsen&Johnsen (Janssen)-Impfstoffe sind Vektor-Impfstoffe. Der Impfstoff von Novavax ist ein sogenannter Proteinimpfstoff und unterscheidet sich von den mRNA-Impfstoffen dadurch, dass dieser Impfstoff ein Coronavirus-ähnliches Partikel mit dem Corona-Eiweiß „Spike-Protein“ enthält und keine modifizierte Ribonukleinsäure (RNA).

Antigene sind körperexterne Komponenten, die das Immunsystem dazu veranlassen, Antikörper zu produzieren und bestimmte Zellen des Immunsystems (B-Zellen oder Gedächtnis-T-Zellen) zu aktivieren, ohne die Krankheit selbst zu verursachen.

Wenn eine geimpfte Person dann mit diesem Virus oder dieser Bakterie in Kontakt kommt, "erinnert" sich das Immunsystem an diesen Erreger. Es produziert dann Antikörper, die vor der Krankheit schützen und das Virus bzw. das Bakterium zerstören.

Welchen Impfstoff bekomme ich? Kann ich mir einen Impfstoff aussuchen?

In Belgien kann man sich den Impfstoff prinzipiell nicht aussuchen. Derzeit werden in Ostbelgien noch die Impfstoffe von Pfizer/BioNTec und von Novavax verimpft.

Nuvaxovid von Novavax ist nach einem Beschluss der Interministeriellen Konferenz der Gesundheitsminister zunächst Menschen vorbehalten, die eine allergische Reaktion auf Inhaltsstoffe bei den anderen Impfstoffen zeigten. Dies sollte die betroffene Person mit ihrem Hausarzt oder ihrem Allergologen/Facharzt klären.

Wie wird der Impfstoff gelagert? Ist die Lagerung sicher?

Die Impfstoffe werden zentral unter strenger Sicherheitsaufsicht im ganzen Land gelagert. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft lagert der Impfstoff in den Kliniken in St. Vith und Eupen, teilweise aber auch in den Impfzentren. Da die Impfstoffe teilweise bei sehr niedrigen Temperaturen gelagert werden müssen (-80 °C und -20 °C), wurden hierfür entsprechende Kühlsysteme bereitgestellt. Die allgemeine Lagerung bei 2 bis 8 °C wird ebenfalls durch besondere medizinische Kühlschränke und eine kontinuierliche Temperaturüberwachung gewährleistet. Dabei darf die Kühlkette während des Transports und der Lagerung nicht unterbrochen werden.

Ist der Corona-Impfstoff trotz seiner schnellen Entwicklung sicher?

Dass der Impfstoff so schnell entwickelt werden konnte, liegt daran, dass diesem Thema weltweit von allen Beteiligten (Hersteller, Forscher und Regierungen) absolute Priorität eingeräumt wurde. COVID-19-Impfstoffe werden nach den gleichen strengen gesetzlichen Anforderungen an pharmazeutische Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit entwickelt wie andere Arzneimittel.

Die verschiedenen Stadien der Impfstoffentwicklung:

  1. In der ersten Phase unterzieht der Entwickler seinen Impfstoff strengen Tests. Hier wird die Qualität des Impfstoffs überprüft, genauer gesagt die Reinheit, die Komponenten und der Herstellungsprozess.

  2. Anschließend erfolgt eine wissenschaftliche Bewertung durch die Regulierungsbehörden. Dies sind die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) sowie die anderen Regulierungsbehörden in den EU-/EWR-Staaten.

  3. Anschließend wird die Wirksamkeit des Impfstoffs durch den Hersteller getestet. Dies geschieht durch Labortests.

  4. Wenn alles wie gewünscht verläuft, werden die Impfstoffe an freiwilligen Probanden getestet. Dies erfolgt in drei klinischen Studienphasen mit steigenden Teilnehmerzahlen (Phase-3-Studien). Dieses Testprogramm muss in Übereinstimmung mit den von den Regulierungsbehörden festgelegten Prozedere und Protokollen durchgeführt werden. Dies wird auch jedes Mal von der belgischen Kommission für medizinische Ethik gebilligt.

  5. Am Ende des Testprogramms legt der Entwickler die Ergebnisse der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) vor. Letztlich wird die Zulassung nur erteilt, wenn die EMA fundierte wissenschaftliche Belege dafür erhält, dass der Nutzen der Impfstoffe deren Risiken überwiegt.

Hat der Impfstoff Nebenwirkungen?

Wie jedes Medikament können Impfstoffe Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten. Diese Nebenwirkungen sind in der Regel leicht bis mittelschwer. Es handelt sich dabei um Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder eine lokale Reaktion (Schmerz, Rötung, Schwellung). Diese Symptome verschwinden innerhalb weniger Tage von selbst oder können gegebenenfalls durch die Einnahme von Schmerzmitteln bzw. fiebersenkenden Mitteln in den üblichen Dosierungen gelindert werden.

Das Risiko gravierender oder langanhaltender Nebenwirkungen ist sehr gering, kann aber nie gänzlich ausgeschlossen werden. Dies gilt nicht nur für COVID-19-Impfstoffe, sondern auch für jedes andere Medikament und jeden anderen Impfstoff.

Beim Auftreten von Nebenwirkungen kann der Hausarzt konsultiert werden. 

Vermutete Nebenwirkungen können über die Internetseite in den weiterführenden Links gemeldet werden. Diese steht allerdings nicht in deutscher Sprache zur Verfügung. Es ist selbstverständlich möglich, eine Meldung über den Hausarzt vornehmen zu lassen.

Verliert der Impfstoff seine Wirkung, wie die Impfungen gegen die saisonale Grippe?

Alle bisherigen Studien deuten darauf hin, dass die durch die Impfung ausgelöste Immunreaktion nach mehreren Monaten nachlässt. Diese Abnahme der Immunreaktion ist sehr individuell und unterschiedlich. Durchschnittlich zeigt sich bisher eine deutliche Abnahme nach 5 bis 6 Monaten. Langzeitstudien werden derzeit weiterhin durchgeführt.

Können Corona-Impfstoffe die DNA verändern?

Nein, ein mRNA-Impfstoff verändert die DNA nicht. Er führt dem Körper eine harmlose Variante mit dem genetischen Code (mRNA) des Virus zu. So kann das Immunsystem Antikörper dagegen bilden und der Organismus reagiert schnell, wenn er tatsächlich mit dem Virus in Kontakt kommt.

Die Variante mit dem im Impfstoff enthaltenen genetischen Code kann nicht mit dem Wirtsgenom, also der menschlichen DNA, verschmelzen. Er wird nämlich in einer Zelle im Körper in Spike-Proteine, ein Eiweiß, umgewandelt. Die Fragmente dieses Proteins werden für die Immunzellen des Körpers sichtbar, sodass Antikörper produziert werden, die ihrerseits das Virus erkennen. Letztendlich wird der Impfstoff vom Körper auf natürliche Weise abgebaut. Er verändert also nicht die DNA.

Alles zur Impfung

Ich habe mich im Ausland impfen lassen, wo kann ich meine Impfung in Belgien eintragen lassen?

Wenn Sie im Ausland Ihre ersten beiden Impfungen erhalten haben oder dort geboostert wurden, dann sollten Sie diese Impfungen unbedingt in Belgien eintragen lassen.

Wenden Sie sich für die Eintragung an eines der beiden Impfzentren in Ostbelgien. Dort sollten Sie mit Ihrem Impfnachweis aus dem Ausland und Ihrem Personalausweis vorstellig werden, damit Ihr EU-Covid-Zertifikat, das Sie dann als CST nutzen können, angepasst werden kann. Die Mitarbeiter vor Ort werden Ihre Impfung eintragen lassen. Sie benötigen dazu keinen Termin.

Was bringt die Impfung und was nicht? „Teacher Aziotou“ klärt auf!

Die Corona-Pandemie wütet seit März 2020. Seitdem wurden viele Zahlen und Grafiken im Umlauf gebracht. Vor allem seit der Möglichkeit der Impfung. Das verunsichert viele Menschen, denn es ist nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Wir haben den ostbelgischen Wissenschaftslehrer und YouTuber Michel Aziotou gefragt, ob er ein paar Dinge richtigstellen kann.

  • Wie verhält es sich mit den Corona-Inzidenzzahlen?
  • Wieso sind die Werte gestiegen, sind doch viele Menschen in Belgien geimpft?
  • Und sterben nicht trotzdem Menschen an Covid-19?
  • Warum liegen proportional viel mehr Ungeimpfte in den Krankenhäusern und auf der Intensivstation?

Der Naturwissenschaftslehrer des Königlichen Athenäums, Michel Aziotou, ist in der Welt von YouTube kein Unbekannter. Mit seinem Alias „Teacher Aziotou“ hat er auf dem Videoportal schon knapp 40 aufgelockerte Unterrichtsclips hochgeladen und damit fast 400 Abonnenten gewonnen. Für das Ministerium geht Aziotou, der seit 2005 am KAE unterrichtet, den obengenannten Fragen auf den Grund.

Aber sehen Sie selbst:

In den weiterführenden Links finden Sie den Kanal von Michel Aziotou.

Warum ist es wichtig, dass Sie geimpft werden?

  • Der Impfstoff schützt Sie vor einer Erkrankung an COVID-19 bzw. vor einem schweren Verlauf der Krankheit. Die Impfung aktiviert das körpereigene Immunsystem.
  • Jeder Impfstoff ist wirksam und wird strengstens auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und Qualität geprüft.
  • Haben Sie eine chronische Krankheit? Wenn ja, kann eine Erkrankung an COVID-19 einen schwereren Verlauf nehmen. Ein Impfstoff ist deshalb besonders wichtig. Die Impfstoffe wurden auch bei Menschen mit einer chronischen Krankheit getestet.
  • Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger schnell verbreitet sich das Virus. Auch Personen, die nicht geimpft werden können, werden geschützt. Diese Herdenimmunität ist erreicht, wenn die Ausbreitungsmöglichkeiten des Virus in der Bevölkerung so eingeschränkt sind, dass die Infektionsketten abreißen.

In welchen Fällen muss ich meinen Impftermin verschieben?

Trifft eine der folgenden Situationen auf Sie zu? Dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt und verschieben Sie die Impfung, wenn der Arzt Ihnen dazu rät.

  • Sie hatten schon einmal eine plötzliche oder schwere allergische Reaktion nach einer früheren Impfung oder Sie brauchten nach der Einnahme von Medikamenten dringend ärztliche Hilfe.
  • Sie haben Symptome einer Infektion, wie z. B. Fieber über 38°. Vereinbaren Sie einen Termin für die Impfung erst dann, wenn Sie wieder vollkommen gesund sind.
  • Sie haben innerhalb der letzten 14 Tage einen Coronavirus-Test gemacht, der positiv war. Ob Sie Symptome entwickeln oder nicht, kontaktieren Sie Ihren Hausarzt und verschieben Sie Ihren Impftermin, wenn der Arzt Ihnen dazu rät.
  • Wenn Sie schwanger sind, klären Sie vorab mit Ihrem Arzt ab, ob die Impfung angebracht ist. Wenn Sie zurzeit stillen, sollten Sie die Impfung nicht aufschieben.

Sollte ich mich impfen lassen, wenn ich kürzlich bereits einen positiven Coronavirus-Test hatte?

In Belgien wird empfohlen, sich in den ersten 14 Tagen nach einem positiven Coronavirus-Test nicht impfen zu lassen, da dies für das Immunsystem eine sehr hohe Herausforderung darstellen würde.

Das Immunsystem wird durch den nachweislich vorhandenen Covid-19-Virus in dieser Akutphase belastet. Die in dieser Zeitspanne durchgeführte Impfung würde noch eine zusätzliche Herausforderung für den Körper darstellen.

Aus diesem Grund wird empfohlen, mindestens 14 Tage mit der Impfung zu warten, damit der Körper sich etwas erholen kann, bevor das Immunsystem durch die Impfung erneut angeregt wird, Antikörper zu bilden.

Wie oft muss geimpft werden?

Die Anzahl der Impfungen und die dazwischenliegenden Zeitabstände hängen vom Impfstoff ab.

Alle bisher in Belgien zugelassenen Impfstoffe benötigen eine Zweitimpfung.

  • Die Zweitimpfung mit dem Moderna-Impfstoff erfolgt frühestens nach 28 Tagen.
  • Die Zweitimpfung mit dem Pfizer/BioNTec-Impfstoff wird zwischen 21 und 35 Tagen nach der Erstimpfung vorgenommen.

Zusatz- und Boosterimpfungen für Erwachsene ab 18 Jahren

Sie erhalten spätestens 5 Monate nach der Grundimpfung eine Einladung für eine dritte Injektion.

Zusatzimpfung für 12- bis 17-Jährige

Es handelt sich nicht um eine systematische Verabreichung von Auffrischungsimpfungen an gesunde 12- bis 17-Jährige. Der Hohe Gesundheitsrat empfiehlt nur zu boostern, „wenn es angemessen ist". Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Jugendliche mit chronisch Kranken oder alten Menschen unter einem Dach leben.

Bin ich zu einer Impfung verpflichtet?

Wie die meisten Impfungen in unserem Land ist auch die Impfung gegen COVID-19 absolut freiwillig.

Allerdings: Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger schnell verbreitet sich das Virus. Auch Personen, die nicht geimpft werden können, werden geschützt. Diese Herdenimmunität ist erreicht, wenn die Ausbreitungsmöglichkeiten des Virus in der Bevölkerung so eingeschränkt sind, dass die Infektionsketten abreißen.

Wer sich impfen lässt, schützt also nicht nur sich selbst, sondern auch die Gesellschaft. Manche Menschen können aufgrund einer chronischen Erkrankung, die eine oder andere Impfung nicht bekommen. Sie sind darauf angewiesen, dass die Menschen in ihrem Umfeld geimpft sind und sie so indirekt vor einer Ansteckung schützen.

Sollten Kinder und Jugendliche auch geimpft werden?

In Belgien machen Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren einen großen Teil der Gesamtbevölkerung aus (534.000 Personen bei einer Bevölkerung von 11 Millionen). Studien haben gezeigt, dass junge Menschen ab 12 Jahren fast doppelt so viele soziale Kontakte haben wie Erwachsene. Neben dem häufigen Kontakt zu Gleichaltrigen ist dies vor allem der enge Kontakt zu Großeltern und älteren Familienmitgliedern.

Die Impfung dieser Gruppe junger Menschen wird sie daher vor der Krankheit schützen, wenn sie mit dem Virus in Kontakt kommen und die Verbreitung des Virus in der allgemeinen Bevölkerung verringern. Dadurch wird das Risiko, dass die ältere Bevölkerung mit dem Virus in Kontakt kommt, reduziert.

Corona-Impfung für 5- bis 11-Jährige

In Belgien stellen Kinder von 5 bis 11 Jahren einen beträchtlichen Anteil an der Gesamtbevölkerung dar (927.000 Personen bei einer Bevölkerung von 11 Millionen). Seit dem 5. Januar können die 5- bis 11-Jährigen nun ebenfalls geimpft werden. Die Impfung der Kinder ist vollkommen freiwillig.

Tatsächlich haben gesunde Kinder ein sehr geringes Risiko, ernsthaft an COVID-19 zu erkranken. Dennoch gibt es gute Gründe für die Impfung von Kindern gegen das Coronavirus:

  • Schulen: Wenn Kinder geimpft werden, verringert das den Druck auf die Schulen. Aktuell müssen immer wieder Schulklassen oder ganze Einrichtungen geschlossen werden, wenn es unter den Kindern eine hohe Infektionszahl gibt.
  • Kontakte: Geimpfte Kinder haben ein deutlich geringeres Risiko, betagte oder kranke Kontaktpersonen anzustecken. Da Kinder häufig asymptomatisch bleiben oder nur ganz schwache Krankheitssymptome zeigen, werden ihre Kontakte bei einer Infektion oft nicht eingeschränkt.
  • Viruszirkulation: Je mehr Menschen in der Gesellschaft geimpft sind, desto weniger zirkuliert das Virus. Durch das Impfen der Kinder kann die Übertragung in der ganzen Bevölkerung verringert werden.

Weitere Infos finden Sie in den weiterführenden Links

Erhalte ich ein Attest darüber, dass ich geimpft wurde oder einen Impfpass?

Alle Corona-Impfungen werden digital in die Impf-Datenbank Vaccinnet+ eingetragen. Folgende Daten werden dort gespeichert:

  • Nationalregisternummer des Geimpften,
  • die Adresse des Geimpften,
  • INAMI-Nummer des Impfenden,
  • Name, Chargennummer und Identifikationsnummer des Impfstoffes,
  • Datum und Ort der Impfung,
  • mögliche Nebenwirkungen und Reaktionen auf die Impfung.

Wer einen Impfpass hat, sollte ihn mitbringen. Wer noch keinen Impfpass hat, kann bei der Impfung gegen das Coronavirus einen erhalten.

Sollte ich mich auch impfen lassen, wenn ich bereits COVID-19 hatte?

Ja, dies wird empfohlen. Denn bislang ist noch nicht klar, wie lange jemand, der bereits an COVID-19 erkrankt ist, immun gegen die Krankheit ist. Es gibt Menschen, die sich mehrfach angesteckt haben und erkrankten. Außerdem ist es aus rein praktischen Gründen nicht möglich, jeden auf Antikörper zu testen und zu überprüfen, ob eine Impfung angeraten ist.

Was kostet mich die Impfung?

Der Impfstoff und die Verimpfung im Impfzentrum sind kostenlos.

Bin ich sofort nach der Impfung geschützt?

Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Körper beginnt, Antikörper zu bilden. Zwei Wochen nach der zweiten Impfung liegt ein ausreichender Schutz vor.

Es ist möglich, dass Sie auch nach der Impfung noch andere Menschen anstecken können. Es ist daher wichtig, zum Schutz anderer weiterhin die Schutzmaßnahmen einzuhalten: Abstand halten, Mundschutz tragen, Hände waschen, Räume ausreichend lüften usw.

Kann ich nach der Impfung noch COVID-19 bekommen?

Der Impfstoff schützt Sie vor einer Erkrankung an COVID-19 bzw. vor einem schweren Verlauf der Krankheit. Die Impfung aktiviert das körpereigene Immunsystem.

Dennoch besteht immer ein Risiko an COVID-19 zu erkranken.

Wie verhalte ich mich, nachdem ich geimpft wurde?

Es ist möglich, dass Sie auch nach der Impfung noch andere Menschen anstecken können. Daher ist es wichtig, dass Sie sich zum Schutz anderer weiterhin an die Schutzmaßnahmen halten (Abstand halten, Mundschutz tragen, Hände waschen, Räume ausreichend lüften usw.). Schließlich wird es noch einige Zeit dauern, bis genug Menschen geimpft sind, um eine Gruppenimmunität zu erreichen.

Ist eine vollständig geimpfte Person genauso ansteckend wie eine ungeimpfte Person?

Alle bisherigen Untersuchungen und Beobachtungen zeigen, dass die Menschen, die geimpft sind, weniger infiziert und weniger ansteckend werden. Egal welche Sars-Cov2-Variante die Covid-19-Erkrankung verursacht. Das beweist den Sinn einer Impfung und damit auch eines Covid-Safe-Tickets.

Ich bin geimpft, muss ich mich dennoch zur Testung/in Quarantäne begeben?

Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Körper beginnt, Antikörper zu bilden. Sie sind vollständig geimpft, wenn nach der letzten Impfung mindestens 14 Tage und höchstens 5 Monate vergangen sind oder Sie eine Auffrischungsimpfung erhalten haben.

Es ist möglich, dass Sie auch nach der Impfung noch andere Menschen anstecken können. Es ist daher wichtig, zum Schutz anderer weiterhin die Schutzmaßnahmen einzuhalten: Abstand halten, Mundschutz tragen, Hände waschen, Räume ausreichend lüften usw. Schließlich wird es noch einige Zeit dauern, bis genug Menschen geimpft sind, um eine Gruppenimmunität zu erreichen.

Der Impfstoff schützt Sie vor einer Erkrankung an COVID-19 bzw. vor einem schweren Verlauf der Krankheit. Die Impfung aktiviert das körpereigene Immunsystem. Dennoch besteht immer ein Risiko an COVID-19 zu erkranken.

Da Sie zum Zeitpunkt der Impfung nicht auf das Virus getestet werden, ist es möglich, dass Sie zum Zeitpunkt der Impfung bereits infiziert sind, kurz nach der ersten Impfung COVID-19 positiv werden und schließlich erkranken. Das liegt daran, dass Sie sich zum Zeitpunkt der Impfung noch in der Inkubationszeit befanden.

Es ist möglich, dass Sie sich trotz Impfung testen lassen müssen. Bis zum negativen Resultat müssen Sie eine Quarantäne einhalten. Dies ist der Fall bei:

  • Wenn Sie Symptome von COVID-19 aufweisen und ein Hochrisikokontakt eines Indexfalles sind.
  • Wenn Sie von außerhalb Europas nach Belgien zurückkehren.

Hochrisikokontakte, die vollständig geimpft sind, müssen sich grundsätzlich nicht testen lassen, es sei denn sie haben Symptome von COVID-19. Allerdings sind Sie dazu verpflichtet, 10 Tage nach dem Hochrisikokontakt besondere Vorsicht walten zu lassen. Mehr dazu finden Sie bei der Frage „Was tun, wenn Sie einen Hochrisikokontakt hatten?”.

  • Bei der Rückkehr aus einer roten Zone außerhalb des EU-/Schengenraums beziehungsweise aus einer Zone, die nicht auf der sogenannten weißen Liste geführt wird, müssen Sie zwei PCR-Tests machen (an Tag 1 und Tag 7) und dürfen die Quarantäne nach dem ersten negativen Testergebnis verlassen.
  • Bei einer Rückkehr aus einem Land mit sehr hohem Risiko (Land mit gefährlichen Variationen) außerhalb des EU-/Schengenraums müssen Sie zwei PCR-Tests machen (an Tag 1 und Tag 7) und eine 10-tägige Pflichtquarantäne einhalten. Das gilt sowohl für Geimpfte als auch für Nicht-Geimpfte.

Sollte eine geimpfte Person einen positiven PCR-Test erhalten, gibt es keinen Unterschied zu ungeimpften Personen. Sie muss sich für 7 Tage in Isolation begeben.

Im Downloadbereich finden Sie ein Schema zu den einzelnen Schritten, die sie befolgen müssen.

Wo erhalte ich Informationen zum Coronavirus und zur Impfung in Leichter Sprache?

Alteo hat eine Broschüre mit Informationen zum Coronavirus und zur Corona-Impfung veröffentlicht. In der Broschüre hat Alteo die wichtigsten Informationen in einer leichten und verständlichen Sprache zusammengefasst.

Sie können die Broschüre im Downloadbereich dieses Artikels herunterladen.

An den folgenden Stellen können Sie die Broschüre persönlich abholen:

  • Eupen: Alteo VoG. Kloster Str. 29
  • St. Vith: MM-Verstehen, Luxemburger Str. 3

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Broschüre per Post zu bestellen. Überweisen Sie dafür bitte die Portokosten von 4 Euro auf das Alteo Konto Nr: IBAN: BE51 7925 5153 3362. Vermerken Sie bei der Überweisung bitte die folgenden Angaben:

  • Corona-Broschüre
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  • die genaue Anschrift