Die Impfstrategie – die einzelnen Phasen der Corona-Schutzimpfung

Die nationale Impfstrategie ist in Phasen eingeteilt. Die Einladungen zur Corona-Schutzimpfung werden aufgrund der pro Impfphase festgelegten Prioritäten aus einer landesweiten Datenbank generiert.

Der Fortschritt der Impfkampagne ist vor allem abhängig von der Lieferung der Impfstoffe.

Phase 1a

In der Phase 1a: wurden Bewohner und Personal der Wohn- und Pflegezentren, Krankenhauspersonal, Gesundheitsdienstleister, Familien- und Seniorenhelfer sowie Betreuer geimpft.

Diese Phase hat am 5. Januar 2021 begonnen und ist Ende März abgeschlossen.

Phase 1b

In der Phase 1b werden vor allem Personen über 65 Jahre geimpft. Je älter man ist, desto höher ist das Risiko einer Erkrankung an COVID-19 bzw. eines schweren Krankheitsverlaufs.

In dieser Phase werden auch Menschen zwischen 45 und 64 Jahren mit Risikofaktoren wie:

  • Chronische Atemwegserkrankung
  • Chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Obesitas (Body Mass Index ≥ 30)
  • Diabetes Mellitus Typ 1 & 2
  • Demenz
  • Bösartiges Neoplasma
  • Bluthochdruck

Menschen zwischen 18 und 64 Jahren mit Risikofaktoren wie:

  • Hämatologische Krebsarten
  • Chronisches Nierenleiden
  • Chronische Niereninsuffizienz – Dialysepatient
  • Chronische Lebererkrankung
  • Down-Syndrom
  • Patienten, die auf eine Organtransplantation warten
  • Immungeschwächte Patienten (nicht HIV)
  • Immunschwächesyndrom (AIDS-HIV)
  • Seltene Krankheiten

sowie einzelne spezifische Berufsgruppen geimpft.

Die Liste der Risikofaktoren wird den wissenschaftlichen Entwicklungen entsprechend aktualisiert und erweitert. (Quelle: IMC Volksgezondheid/CIM Santé publique)

Die Phase 1b beginnt am 16. März 2021 im Impfzentren in Eupen und am 18. März 2021 im Impfzentrum in Sankt Vith.

Zu Beginn dieser Phase werden in den Impfzentren noch verbleibende Gesundheitsdienstleister der Phase 1a geimpft. Es folgen dann unverzüglich die Menschen über 65 Jahre nach absteigendem Alter.

Sollten Sie jünger als 65 Jahre sein und einen der oben erwähnten Risikofaktoren aufweisen, bitten wir um Geduld. Sie werden nach den geltenden Prioritäten erst zum Ende der Phase 1b zur Corona-Schutzimpfung eingeladen werden, nachdem ein Großteil der rund 15.000 Mitbürger über 65 Jahre geimpft bzw. zur Impfung eingeladen worden sind. Dies liegt daran, dass nach allen wissenschaftlichen Studien das Alter eindeutig als der höchste Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit eingestuft wird.

Phase 2

In der Phase 2 wird die breite Bevölkerung ab 12 Jahre geimpft.

Die Phase 2 hat am 15. März 2021 begonnen. Die Impfungen erfolgen in den Impfzentren in Eupen und Sankt Vith. Jeder Bürger, der impfberechtigt ist, erhält eine Impfeinladung.

Booster-Impfung

Seit November 2021 erhielten folgende Personen eine Zusatzimpfung:

  • Menschen mit einem geschwächten Immunsystem
  • alle Bewohner der Wohn- und Pflegezentren

Danach wurden alle Menschen über 65 Jahre ein drittes Mal geimpft. Alle Menschen mit einer Erst-Impfung durch Johnson&Johnson wurden ebenfalls prioritär für eine Zusatzimpfung eingeladen.

Alle bereits geimpften Einwohner der Deutschsprachigen Gemeinschaft, bei denen die letzte Impfung mindestens 6 und seit Dezember 2021 4 Monate zurücklag, werden/wurden ebenfalls zur Zusatzimpfung eingeladen. Die Einladungen gehen nach dem Alter raus – von den älteren zu den jüngeren Jahrgängen.

3. Impfung für Johnson&Johnson-Geimpfte

In Belgien wird eine Erstimpfung mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson gefolgt von einer zusätzlichen Dosis mit einem mRNA-Impfstoff als vollständige Impfung betrachtet. Sie erfüllt die Anforderungen des Covid Safe Tickets (CST) und des europäischen digitalen Zertifikates (EU-DCC).

Einige europäische Länder verlangen ein Impfschema mit drei Injektionen, auch bei einer Erstimpfung mit dem Johnson&Johnson-Impfstoff. Um insbesondere den Bedürfnissen der belgischen Bürger gerecht zu werden, die in diese europäischen Länder reisen, haben die Gesundheitsminister Belgiens entschieden, dass diese Personen sich auch ein drittes Mal impfen lassen können, wenn sie dies möchten.

  • Die 2. Injektion muss mindestens 3 Monate her sein.
  • Ein Impftermin kann bei der Corona-Hotline vereinbart werden.