Corona-Kontakt-Tracing

Das Kontakt-Tracing ist eine Maßnahme, die dabei helfen kann, das Virus einzudämmen, um den Weg zurück in die Normalität zu ebnen. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft wurde eine Telefonzentrale eingerichtet, die dabei hilft, die Infektionskette zu durchbrechen und das Risiko einer Ausbreitung des Virus zu senken.

Das Verfahren des Kontakt-Tracing wird im Laufe der Zeit entsprechend der Entwicklung der Epidemie, den wissenschaftlichen Erkenntnissen, der Meinung von Experten und Fachgesellschaften und den verfügbaren Mitteln definiert und angepasst.

Die Telefonnummer der Kontakt-Tracing-Zentrale lautet: 02 / 214 19 19

Seit dem 17. März 2022 besteht vorerst keine Quarantäneverpflichtung mehr für Hochrisikokontakte.

Was ist das Corona-Kontakt-Tracing?

Der englische Begriff „tracing“ bedeutet so viel wie „Rückverfolgung“ und beschreibt den Prozess, um Kontaktpersonen mit einer ansteckenden Krankheit zu ermitteln. Die Methode wurde bereits in der Vergangenheit weltweit erfolgreich angewendet, um Krankheiten wie Masern oder Meningitis einzudämmen.

Personen, die mit einem Corona-Infizierten in Kontakt waren, werden telefonisch über die zu treffenden Präventiv- oder Früherkennungsmaßnahmen informiert. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft übernimmt die Telefonzentrale des Ministeriums diese Aufgabe.

Warum ist das Corona-Kontakt-Tracing wichtig?

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, muss die Zahl der Menschen, die von einer infizierten Person angesteckt werden, möglichst gering sein. Wenn jemand mit einem bestätigten Testergebnis als infiziert gemeldet wird, können alle Personen, die mit der infizierten Person Kontakt hatten, informiert werden. Wenn die Kontaktpersonen sich dann rechtzeitig isolieren und in Behandlung begeben, kann die Verbreitung des Virus eingedämmt und damit eine weitere Ansteckungswelle verhindert werden.

Zudem kann das Kontakt-Tracing die Lockerung der Corona-Maßnahmen beschleunigen. Nur wenn die Infektionen nach einer Lockerung nicht wieder ansteigen und das Gesundheitswesen nicht wieder überlastet wird, kann eine erneute Ausgangssperre vermieden werden.

Kontakt-Tracing ist neben dem Mindestabstand, dem Testen und dem Einhalten der Hygieneregeln ein wichtiger Baustein, um die Wirtschaft und das öffentliche Leben wieder hochfahren zu können.

Was ist die GovApp?

Die App ersetzt die Kommunikation per SMS. In einer ersten Phase wird die App nur für das Corona-Kontakt-Tracing verwendet. Sobald Sie durch das Corona-Kontakt-Tracing kontaktiert werden, erhalten Sie nun eine Benachrichtigung in Ihrer App anstelle einer SMS.

Die App registriert nicht Ihre Identität, Sie müssen lediglich Ihre Handynummer registrieren und nicht Ihre Nationalregisternummer. Daher kann die GovApp nicht für die Zustellung privater Dokumente verwendet werden, dafür gibt es eBox.

Nachdem Sie die App heruntergeladen haben, erhalten Sie nachfolgende Nachrichten nur noch in der App:

  • CTPC Code
  • Benachrichtigungen mit Infos zur Isolationszeit
  • Benachrichtigungen bei einem Hochrisikokontakt
  • Benachrichtigungen mit Infos zu Test- und Quarantänepflichten bei Reisen

Achtung, die Quarantänebescheinigung erhalten Sie weiterhin per E-Mail.

Wenn Sie kein Smartphone haben, erhalten Sie die Benachrichtigungen weiterhin per SMS

Wenn Sie zurzeit mit dem Kontakt-Tracing in Kontakt kommen, erhalten Sie zusätzlich zu der eigentlichen SMS eine weitere SMS, um auf die neue App hinzuweisen:

„Laden Sie die GovApp herunter, um vereinfacht amtliche Benachrichtigungen zu erhalten; z. B. einen COVID-Test-Code. Besuchen Sie https://govapp.be/“

Was ist ein Kontakt mit niedrigem Risiko?

Eine Person hatte einen Kontakt mit niedrigem Risiko, wenn der Kontakt von kurzer Dauer war und mit großem Abstand stattgefunden hat (weniger als 15 Minuten mit mind. 1,5 Metern Abstand).

Kontakte mit niedrigem Risiko sind:

  • Kontakte, die länger als 15 Minuten gedauert haben, bei denen der Abstand kleiner als 1,5 Meter war, ABER beide Personen eine Schutzmaske getragen haben.

  • Kontakte, bei denen der Abstand kleiner als 1,5 Meter war, beide Personen keine Schutzmaske getragen haben, ABER der Kontakt weniger als 15 Minuten gedauert hat.

  • Kontakte, die länger als 15 Minuten im selben Raum stattgefunden haben, beide Personen keine Schutzmaske getragen haben, ABER der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wurde.

Beispiele sind Kontakte im Supermarkt, ein kurzes Gespräch mit dem Nachbarn über dem Gartenzaun oder mit einem Kollegen, der im Büro weit entfernt sitzt. In diesem Fall ist eine Quarantäne nicht notwendig. Heimarbeit ist dennoch nach Möglichkeit vorzuziehen. Ist dies nicht möglich, sollten an der Arbeit der Mund und die Nase mit einer Schutzmaske bedeckt werden. Zudem sollten die grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen strikt befolgt werden:

  • Achten Sie innerhalb der nächsten 14 Tage verstärkt auf den Mindestabstand von 1,5 Metern.
  • Schränken Sie physische Kontakte so weit wie möglich ein.
  • Halten Sie sich strikt an die Hygienemaßnahmen.
  • Nutzen Sie eine Schutzmaske, wenn Sie das Haus verlassen.
  • Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt, sobald Symptome wie Husten oder Fieber auftreten.

Was ist ein Hochrisikokontakt?

Eine Person gilt als Hochrisikokontakt, wenn sie lange in engem Kontakt zu einer infizierten Person stand (mehr als 15 Minuten mit weniger als 1,5 Metern Abstand und ohne Maske). Dies betrifft beispielsweise Personen, die unter einem Dach wohnen, der direkte Büronachbar an der Arbeit, der Banknachbar in der Schule (gilt auch für Grundschulkinder), ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens etc.

Eine Kontaktperson ist eine Person, die mit einem bestätigten Fall von COVID-19 in den 2 Tagen vor dem Auftreten der Symptome bis zum Ende der Ansteckungsfähigkeit des Falls (Ende der Isolation) in Kontakt gekommen ist. Bei einer asymptomatischen Person mit einem positiven PCR-Test wird eine Kontaktperson als eine Person definiert, mit der sie innerhalb von 2 Tagen vor dem Abstrich und bis zu 10 Tage danach in Kontakt war.

Kontaktieren Sie die Tracing-Zentrale (02/214 19 19), um nach einem positiven Selbsttest einen PCR-Code zu erhalten.

Im Downloadbereich finden Sie ein Schema zu den einzelnen Schritten, die Sie befolgen müssen.

Welche Regeln gelten für Hochrisikokontakte?

Seit dem 17. März 2022 besteht vorerst keine Quarantäneverpflichtung mehr für Hochrisikokontakte.

Wenn sich jedoch Infektionen in Einrichtungen, in denen Menschen leben, die durch das Virus besonders gefährdet sind, häufen, können Kontaktnachverfolgung und Tracing dort dennoch durchgeführt werden. Das gilt zum Beispiel in Pflegeheimen, Langzeitpflegeeinrichtungen, geschlossenen Gemeinschaften wie Obdachlosenheimen und Gefängnissen.

Die zuständigen Einrichtungsärzte oder der Hygiene-Inspektor legen in diesen Fällen die Test- und Quarantänemaßnahmen fest. Diese werden auf Grundlage einer Bewertung der spezifischen Situation und der in den vorangegangenen Phasen der Epidemie angewandten Test- und Quarantänemaßnahmen getroffen.

Infizierte Haushaltsmitglieder

Obwohl es keine Quarantäneverpflichtung mehr gibt, wird Hochrisikokontakten von infizierten Haushaltsmitgliedern dringend empfohlen, bei Kontakt mit Personen außerhalb des Haushalts eine Maske zu tragen.

Das Tragen einer Maske und andere vorbeugende Maßnahmen sollten von allen Haushaltsmitgliedern, die älter als 6 Jahre sind, für einen Zeitraum von 7 Tagen nach Auftreten der Symptome des infizierten Haushaltmitgliedes oder nach dem positiven Test, wenn der Verlauf asymptomatisch ist, beachtet werden.

Wenn es nicht möglich ist, außerhalb des Haushalts ständig eine Maske zu tragen, sollte während der 7 Tage ein täglicher Selbsttest durchgeführt werden. Fällt der Test positiv aus, sollte sich die Person in Isolation begeben.

Darüber hinaus müssen sich Reisende unter bestimmten Umständen einer Quarantäne unterziehen, die unterschiedlich lange dauert.

Wie sehen die erhöhten Vorsichtsmaßnahmen aus?

Unter erhöhten Vorsichtsmaßnahmen versteht man:

  • Das Tragen einer Mundmaske in Innenbereichen außerhalb der eigenen Wohnung. Die Maske muss über Mund und Nase getragen werden und eng am Gesicht anliegen, wie es z. B. bei FFP2-Masken der Fall ist.
  • Halten Sie stets Abstand zu anderen Menschen und insbesondere zu Personen, bei denen das Risiko besteht, dass sie sich eine schwere Krankheit zuziehen.
  • Die Teilnahme an Aktivitäten, bei denen das Tragen einer Mundmaske nicht möglich ist (z. B. der Besuch von Restaurants), ist nicht möglich.
  • Wenn Symptome auftreten, die auf COVID-19 hindeuten könnten, sollte so schnell wie möglich ein Test durchgeführt werden.

Hygienetipps für den Erkrankten und die Mitbewohner:

  • Bedecken Sie Nase und Mund, wenn Sie husten oder niesen.
  • Desinfizieren Sie nach jedem Toilettengang die Toilette, insofern diese mit Ihren Mitbewohnern geteilt wird.
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife und trocknen Sie sie mit einem nur für Sie bestimmten Handtuch. Vermeiden Sie es, Augen, Nase und Mund mit ungewaschenen Händen zu berühren.
  • Desinfizieren Sie die Oberflächen einmal täglich mit Wasser und Chlor (40 ml Chlor und 1 l Wasser).
  • Wenn möglich, nutzen Sie ein separates Schlafzimmer und Bad. Teilen Sie nicht Ihr Geschirr mit Ihren Mitbewohnern und essen Sie allein.

Wie läuft das Telefon-Tracing ab?

Wenn der Hausarzt eine Coronavirus-Ansteckung vermutet, wird er einen PCR-Test durchführen. Sollte der Arzt einen starken Verdacht auf Covid-19 vermuten, wird das Testergebnis nicht abgewartet. Es wird so schnell wie möglich mit dem Kontakt-Tracing begonnen.

Positiver Test

Im Falle eines positiven Testergebnisses werden die Laborergebnisse automatisch in die gesicherte föderale Datenbank des belgischen Wissenschaftsinstitutes Sciensano eingespeist. Der Hausarzt kann die Ergebnisse digital abrufen. Positive Ergebnisse werden zudem der Corona Kontakt-Tracing-Zentrale mitgeteilt mit dem Auftrag, das Tracing zu starten. Daher ist es möglich, dass die Kontaktzentrale dem Patienten das positive Testresultat mitteilt, denn:

  • Nicht jeder behandelnde Arzt arbeitet am Wochenende. Die Kontakt-Tracing-Zentrale arbeitet jedoch sieben Tage die Woche, um die infizierten Personen innerhalb von 24 Stunden nach Erhalt des positiven Testergebnisses zu erreichen. Nur so kann die Verbreitung des Virus schnell eingedämmt werden.
  • Nicht jeder behandelnde Arzt findet morgens zuallererst die Zeit, alle Laborergebnisse zu überprüfen und diese telefonisch zu übermitteln. Die Kontakt-Tracing-Zentrale hat dies zur zentralen Aufgabe.

Es gibt mit der Städteregion Aachen einen direkten Grenzpartner und auf europäischer Ebene die Möglichkeit des Austausches über digitale Plattformen. Die Tracing-Zentrale wird über die Testergebnisse informiert.

Der Hausarzt stellt seinem Patienten eine Quarantäne- oder eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus und verpflichtet ihn, sich in Selbstisolation zu begeben, bis das Testergebnis bekannt ist. Bei starkem Corona-Verdacht müssen sich Personen, die im gleichen Haushalt leben, ebenfalls in Quarantäne begeben. In diesem Fall kann der Hausarzt für diese Personen gleichermaßen eine Quarantänebescheinigung ausstellen, auch wenn die betroffenen Personen (noch) keine Symptome aufweisen und arbeitsfähig sind. Bei einer Quarantänebescheinigung müssen die betroffenen Personen die Quarantänemaßnahmen einhalten, können jedoch Telearbeit leisten.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft kümmert sich darum, die Personen, die mit dem Infizierten in Kontakt standen, zu finden. Das Ermittlerteam erfragt telefonisch, mit wem die infizierte Person in Kontakt gekommen ist – genauer gesagt, ab zwei Tagen vor und sieben Tagen nach dem Auftreten der Symptome wie Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Kurzatmigkeit, Durchfall oder der Verlust des Geruchssinns. Diese Kontaktpersonen werden ebenfalls telefonisch oder zuhause kontaktiert, um sie zu bitten, Präventions- oder Früherkennungsmaßnahmen zu ergreifen. 

Der Hausarzt bleibt aufgrund seines einzigartigen Vertrauensverhältnisses zum Patienten die zentrale Figur im gesamten Prozess. Sein Patient soll ihn erneut telefonisch kontaktieren, wenn sich die Symptome verschlechtern und/oder wenn andere Symptome auftreten. Wenn der Zeitraum für die Arbeitsunfähigkeit endet, muss überprüft werden, ob die Symptome verschwunden sind, und entschieden werden, ob die Quarantäne aufgehoben wird.

Daten für die Telefonzentrale der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Das Ermittlerteam erhebt ausschließlich Daten, die zur Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus dienen.

Erhobene personenbezogene Daten der infizierten Personen (oder Personen, bei denen ein Arzt eine Infektion vermutet) sind:

  1. die Nationalregisternummer bzw. die Erkennungsnummer der sozialen Sicherheit
  2. den Vor- und Nachnamen
  3. das Geschlecht
  4. das Geburtsdatum
  5. die Adresse bzw. den Ort der Isolation
  6. die Art, das Datum und die Nummer der Probe sowie das Ergebnis des entsprechenden Tests oder, in Ermangelung eines Tests, die vermutete Diagnose
  7. Informationen zu Personen, mit denen der Infizierte Kontakt hatte
  8. häufig besuchte Kollektive (Schule, Kinderbetreuung, Alten- und Pflegeheime etc.) und Arbeitsstätte
  9. Impfstatus

Erhobene personenbezogene Daten der Personen, die mit einem infizierten oder vermutlich infizierten in Kontakt gekommen sind:

  1. die Nationalregisternummer bzw. die Erkennungsnummer der sozialen Sicherheit
  2. den Vor- und Nachnamen
  3. das Geschlecht
  4. die Adresse und E-Mail-Adresse
  5. die Telefonnummer
  6. Symptome
  7. Art des Kontaktes (Dauer, Abstand, Körperkontakt etc.)

Kontaktaufnahme

Ein speziell geschulter Mitarbeiter des Ministeriums kontaktiert die Personen telefonisch unter 02/214.19.19.

Negativer Test

Bei einem negativen Testergebnis ist das Verfahren beendet. Es erfolgt kein Kontakt-Tracing. Die personenbezogenen Daten werden umgehend gelöscht.

Was passiert, wenn nicht alle Kontakte aufgezählt werden können?

Es ist normal, dass der Infizierte sich nicht immer an alle Kontaktpersonen erinnern kann. Dennoch ist es wichtig, möglichst viele Kontakte zu notieren, mit denen er ab zwei Tage vor und sieben Tage nach Ausbruch der Symptome Kontakt hatte, damit diese Personen eine mögliche Ansteckung rechtzeitig erkennen und sich und andere schützen können.

Was geschieht, wenn das Kontakt-Tracing verweigert wird?

Daten von Drittpersonen mitzuteilen, geschieht auf freiwilliger Basis. Niemand wird im Verweigerungsfall rechtlich verfolgt und es drohen keine Haft- oder Geldstrafen. Auch meldet das Ministerium keine Verstöße gegen die empfohlenen Maßnahmen. Das ist nicht die Aufgabe der Kontakt-Tracing-Zentrale. Dennoch gilt, je mehr Bürger das Kontakt-Tracing unterstützen, desto besser lässt sich das Virus eindämmen, desto eher kann eine weitere Infektionswelle vermieden werden und desto schneller können wir zur Normalität zurückkehren. Mitarbeit ist keine Pflicht, aber es ist eine Form der Solidarität und des Bürgersinns.

Was passiert mit meinen Daten?

Die übermittelten Daten werden strikt vertraulich behandelt:

  • Nur die Telefonzentrale der Deutschsprachigen Gemeinschaft hat Zugriff auf die Liste der Kontakte. Weder Arbeitgeber, Familie, Schule, Polizei noch andere Behörden können sie einsehen.
  • Den Personen aus der Kontaktliste wird der Name des Infizierten nicht mitgeteilt. Er bleibt anonym.
  • Der Mitarbeiter, der die Personen aus der Kontaktliste anruft, ist an das Berufsgeheimnis gebunden. Er unterliegt der Schweigepflicht, zu der er sich durch die Unterzeichnung einer Vertrauenscharta rechtlich verpflichtet hat. Sämtliche Daten werden in einer gesicherten föderalen Datenbank aufbewahrt, die vom Wissenschaftsinstitut Sciensano verwaltet wird.
  • Die übermittelten Informationen werden zu keinem Zeitpunkt genutzt, um zu überprüfen, ob die empfohlenen Maßnahmen eingehalten wurden. Sie werden nicht der Polizei, der Justiz oder einem anderen Kontrolldienst mitgeteilt.
  • Die personenbezogenen Daten werden nach einem Monat ab dem Datum ihrer Erhebung gelöscht. Bei einem negativen Testergebnis werden die Daten umgehend gelöscht.

Das Ministerium ist verantwortlich für die Verarbeitung der Daten gemäß der Datenschutz-Grundverordnung. Weiterführende Informationen zur Wahrung Ihrer Rechte finden Sie im weiterführenden Link. Den Datenschutzbeauftragten erreichen Sie per Mail.

Was ist der Unterschied zwischen Quarantäne und Isolation?

Wir unterscheiden zwischen Isolation (für Infizierte) und Quarantäne (für Kontaktpersonen).

Bei einer Erkrankung 

  • Bleiben Sie 7 Tage zuhause (einschließlich mindestens 3 Tage ohne Symptome oder eine starke Verbesserung der Symptome).
  • Verlassen Sie nicht das Haus oder die Wohnung. Weder zum Einkaufen noch zum Spazieren. Lassen Sie Ihre Einkäufe liefern.
  • Sie dürfen in den Garten, auf die Terrasse oder den Balkon gehen und Ihren Briefkasten leeren.
  • Vermeiden Sie jeglichen Kontakt zu Personen. Sie können eine erhöhte Gefahr für diese Personen darstellen.
  • Halten Sie sich weitestgehend von den Personen fern, die mit Ihnen unter einem Dach wohnen. Schlafen und essen Sie möglichst getrennt.
  • Lüften Sie regelmäßig den Raum, in dem Sie sich aufhalten.

 

Ich bin geimpft, muss ich mich dennoch zur Testung/in Quarantäne begeben?

Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Körper beginnt, Antikörper zu bilden. Sie sind vollständig geimpft, wenn nach der letzten Impfung mindestens 14 Tage und höchstens 5 Monate vergangen sind oder Sie eine Auffrischungsimpfung erhalten haben.

Es ist möglich, dass Sie auch nach der Impfung noch andere Menschen anstecken können. Es ist daher wichtig, zum Schutz anderer weiterhin die Schutzmaßnahmen einzuhalten: Abstand halten, Mundschutz tragen, Hände waschen, Räume ausreichend lüften usw. Schließlich wird es noch einige Zeit dauern, bis genug Menschen geimpft sind, um eine Gruppenimmunität zu erreichen.

Der Impfstoff schützt Sie vor einer Erkrankung an COVID-19 bzw. vor einem schweren Verlauf der Krankheit. Die Impfung aktiviert das körpereigene Immunsystem. Dennoch besteht immer ein Risiko an COVID-19 zu erkranken.

Da Sie zum Zeitpunkt der Impfung nicht auf das Virus getestet werden, ist es möglich, dass Sie zum Zeitpunkt der Impfung bereits infiziert sind, kurz nach der ersten Impfung COVID-19 positiv werden und schließlich erkranken. Das liegt daran, dass Sie sich zum Zeitpunkt der Impfung noch in der Inkubationszeit befanden.

Es ist möglich, dass Sie sich trotz Impfung testen lassen müssen. Bis zum negativen Resultat müssen Sie eine Quarantäne einhalten. Dies ist der Fall bei:

  • Wenn Sie Symptome von COVID-19 aufweisen und ein Hochrisikokontakt eines Indexfalles sind.
  • Wenn Sie von außerhalb Europas nach Belgien zurückkehren.

Hochrisikokontakte, die vollständig geimpft sind, müssen sich grundsätzlich nicht testen lassen, es sei denn sie haben Symptome von COVID-19. Allerdings sind Sie dazu verpflichtet, 10 Tage nach dem Hochrisikokontakt besondere Vorsicht walten zu lassen. Mehr dazu finden Sie bei der Frage „Was tun, wenn Sie einen Hochrisikokontakt hatten?”.

  • Bei der Rückkehr aus einer roten Zone außerhalb des EU-/Schengenraums beziehungsweise aus einer Zone, die nicht auf der sogenannten weißen Liste geführt wird, müssen Sie zwei PCR-Tests machen (an Tag 1 und Tag 7) und dürfen die Quarantäne nach dem ersten negativen Testergebnis verlassen.
  • Bei einer Rückkehr aus einem Land mit sehr hohem Risiko (Land mit gefährlichen Variationen) außerhalb des EU-/Schengenraums müssen Sie zwei PCR-Tests machen (an Tag 1 und Tag 7) und eine 10-tägige Pflichtquarantäne einhalten. Das gilt sowohl für Geimpfte als auch für Nicht-Geimpfte.

Sollte eine geimpfte Person einen positiven PCR-Test erhalten, gibt es keinen Unterschied zu ungeimpften Personen. Sie muss sich für 7 Tage in Isolation begeben.

Im Downloadbereich finden Sie ein Schema zu den einzelnen Schritten, die sie befolgen müssen.

Ich bin genesen, muss ich mich dennoch zur Testung/Quarantäne begeben?

Wenn Sie vor weniger als 5 Monaten positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gelten dieselben Regeln wie für vollständig geimpfte Hochrisikokontakte. Das gilt nicht für Reiserückkehrer aus einer roten Zone, die nicht im EU-/Schengenraum bzw. auf der weißen Liste ist und bei der Rückkehr aus einem Gebiet mit sehr hohem Risiko innerhalb des EU-/Schengenraums.

  • Bei der Rückkehr aus einer roten Zone außerhalb des EU-/Schengenraums beziehungsweise aus einer Zone, die nicht auf der sogenannten weißen Liste geführt wird, müssen Sie zwei PCR-Tests machen (an Tag 1 und Tag 7) und dürfen die Quarantäne nach dem zweiten negativen Testergebnis verlassen.
  • Bei einer Rückkehr aus einem Land mit sehr hohem Risiko (Land mit gefährlichen Variationen) innerhalb des EU-/Schengenraums müssen Sie zwei PCR-Tests machen. Den ersten maximal 72 Stunden vor der Einreise (Reiseverbot bei positivem Ergebnis) oder unmittelbar nach der Rückkehr. Die Quarantäne darf nach dem ersten negativen Ergebnis verlassen werden. Ein zweiter PCR-Test an Tag 7 bleibt Pflicht.

Im Downloadbereich finden Sie ein Schema zu den einzelnen Schritten, die sie befolgen müssen.

Was passiert, wenn mein Selbsttest positiv ausfällt?

Einen Selbsttest können Sie in der Apotheke kaufen. Diese Tests werden ohne ärztliche Hilfe durchgeführt.

Wenn Ihr Selbsttest positiv ausfällt, müssen Sie sich entweder an Ihren Hausarzt oder an die Tracing-Zentrale wenden. Sie bekommen einen PCR-Test verschrieben:

  • Fällt der PCR-Test ebenfalls positiv aus, findet das ganz normale Kontakt-Tracing statt.
  • Fällt der PCR-Test negativ aus, müssen Sie sich wieder an Ihren Hausarzt wenden.

Im Downloadbereich finden Sie ein Schema zu den einzelnen Schritten, die sie befolgen müssen.

 

Erhalte ich als Berufspendler mit Arbeitsverhältnis in Deutschland eine Quarantänebescheinigung für meinen Arbeitgeber?

Berufspendler, die einen Hochrisikokontakt hatten

Als Hochrisikokontakt wird Ihnen eine Quarantänebescheinigung ausgestellt. Die Angabe des Kontaktes erfolgt durch die positiv getestete Indexperson.

Positiv getestete Berufspendler mit Symptomen

Die Krankschreibung erfolgt durch den Arzt in Deutschland. Diese ist dem Arbeitgeber vorzulegen, es ist keine weitere Bescheinigung notwendig.

Positiv getestete Berufspendler ohne Symptome

Ihnen wird eine Isolationsbescheinigung ausgestellt. Es erfolgt – anders als in Belgien - keine Krankschreibung durch den Arzt in Deutschland. Wenden Sie sich für eine Isolationsbescheinigung an die Tracing-Zentrale Ostbelgiens.

Für den Arbeitgeber ist die belgische Isolationsbescheinigung der deutschen Quarantänebescheinigung gleichzusetzen.

Wenn Sie eine Isolationsbescheinigung benötigen, wenden Sie sich an die Tracing-Zentrale Ostbelgiens. Zur Ausstellung der Isolationsbescheinigung werden folgende Angaben bzw. Nachweise benötigt:

  • Nachweis des positiven Testergebnisses
  • Datum der Durchführung des Tests
  • Nationalregisternummer und Wohnort

Sie können die Tracing-Zentrale unter der Woche von 9 bis 17 Uhr und am Wochenende von 10 bis 15 Uhr unter 02 / 214 19 19 oder per E-Mail an kontakttracing@dgov.be erreichen.

Wie wirkt sich die Quarantäne auf das Einkommen des Arbeitnehmers aus?

Wenn ein Arbeitnehmer aufgrund einer Corona-Erkrankung nicht arbeiten kann und vom Arzt krankgeschrieben wird, gelten die üblichen Vorschriften der Arbeitsunfähigkeit/Krankheit. In diesem Fall hat der arbeitsunfähige Arbeitnehmer im Prinzip für einen bestimmten Zeitraum Anspruch auf eine garantierte Vergütung von seinem Arbeitgeber. Danach zahlt die Krankenkasse.

Da es sich hierbei um eine föderale Zuständigkeit handelt, sind die aktuellsten Information im weiterführenden Link zu finden. Bei weiteren Fragen sind außerdem die Krankenkassen die richtigen Ansprechpartner.

https://emploi.belgique.be/fr/actualites/update-coronavirus-mesures-de-prevention-et-consequences-sur-le-plan-du-droit-du-travail

In welchen Fällen kann ein Arbeitnehmer in die zeitweilige Arbeitslosigkeit aufgrund höherer Gewalt, nicht aufgrund von Krankheit, versetzt werden?

Die Arbeitnehmer erhalten vom LfA-ONEM in folgenden Fällen eine Unterstützung:

  • Quarantäne, die durch die Behörden einem einzelnen Arbeitnehmer auferlegt wurde
  • Ein Arbeitnehmer wird vom Arbeitsarzt nach Hause geschickt.
  • Der Arbeitnehmer besitzt ein ärztliches Attest seines Hausarztes, beispielsweise, weil ein mit ihm zusammenwohnendes Haushaltsmitglied sich mit dem Corona-Virus angesteckt hat. Somit besteht eine Ansteckungsgefahr für die anderen Arbeitnehmer.
  • ein Risikopatient, der ein Attest seines Hausarztes vorlegen kann
  • Der Arbeitgeber selbst hat sich angesteckt: In einem solchen Fall ist der Arbeitgeber selbst nicht in der Lage, seinen Arbeitnehmern Arbeit zu beschaffen, weil er selbst krank ist. Zum Beispiel kann der Bäckereiverkäufer nicht arbeiten, wenn der Bäcker sich angesteckt hat.

Eine detaillierte Übersicht zum Thema finden Sie im weiterführenden Link.

Auf Beschluss der Ministerin für Beschäftigung wurde das vereinfachte Verfahren für die Versetzung in die zeitweilige Arbeitslosigkeit wegen höherer Gewalt bis zum 31. Mai 2020 einschließlich verlängert. Für weiterführende Informationen, Fragen oder Anträge: LfA-ONEM

  • Arbeitnehmer: Zahlstelle (Gewerkschaft oder CAPAC)
  • Arbeitgeber: Sozialversicherungskasse

Wie wirkt sich die Quarantäne auf das Einkommen eines Selbstständigen aus?

Die Gesundheitsleistungen für Selbständige und ihre Familien erstattet die Krankenkasse zurück. Selbständige, die mindestens 8 Tage lang arbeitsunfähig sind, haben vom ersten Tag an Anspruch auf eine Arbeitsunfähigkeitsentschädigung, die von der Krankenkasse gezahlt wird.

In bestimmten Fällen können sie die Befreiung von der Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen während der Dauer der Krankheit beantragen ("Assimilation bei Krankheit"). Da es sich hierbei um eine föderale Zuständigkeit handelt, sind die aktuellsten Information im weiterführenden Link zu finden.

Welche Hilfen kann der Selbstständige beantragen, wenn er aufgrund von Corona schließen musste?

Das Überbrückungsrecht, Aufschub von Sozialbeiträgen und die Senkung der vorläufigen Sozialversicherungsbeiträge können als Hilfen beantragt werden.

Da es sich hierbei um eine föderale Zuständigkeit handelt, sind die aktuellsten Information im weiterführenden Link zu finden.

Wann kommen Selbstständige für das Überbrückungsrecht in Frage?

Sie kommen in Frage, wenn

  • die Regierung sie verpflichtet, ihre Tätigkeit teilweise oder vollständig zu unterbrechen. Diese Selbstständigen haben sofort Anspruch auf die Gewährung des Überbrückungsrechts (Restaurants, Cafés, Non-Food-Läden etc.).
  • Die Regierung hat sie nicht verpflichtet, ihre Tätigkeit teilweise oder vollständig zu unterbrechen, aber die Selbstständigen sind verpflichtet, ihre Tätigkeit infolge der Corona-Krise für einen Zeitraum von mindestens 7 aufeinanderfolgenden Tagen zu unterbrechen. Es handelt sich zum Beispiel um Selbständige, die ihre Tätigkeit aufgrund von Quarantäne, Rohstoffmangel oder aus verschiedenen wirtschaftlichen oder organisatorischen Gründen (in Verbindung mit COVID-19) unterbrechen (Selbständige, die einen Pflegeberuf ausüben, wie Physiotherapeuten, Zahnärzte, Fachärzte etc.)

Die Hilfen gelten aktuell für die Monate März, April, Mai 2020. Da es sich hierbei um eine föderale Zuständigkeit handelt, sind die aktuellsten Information im weiterführenden Link zu finden. Für detaillierte Auskünfte, Fragen oder Anträge ist die Sozialversicherungskasse zudem Ihr richtiger Ansprechpartner.