COVID-19-Impfung für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren

Warum, wann, wer, wie und wo? Ab Mitte Juli werden alle Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren über die Möglichkeit einer COVID-19-Impfung informiert. Sie haben noch Fragen dazu? Hier finden Sie wichtige Informationen zum Impfangebot sowie die Einwilligungserklärung für Erziehungsberechtigte und Pflegeeltern. Unter "Mehr zum Thema" finden Sie außerdem Informationen in französischer Sprache.

Welchen Impfstoff bekommen die 12- bis 15-Jährigen?

Für diese Altersgruppe wurde nur der Impfstoff von Pfizer gründlich getestet, für sicher und wirksam befunden und von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zugelassen. Alle diese jungen Menschen können daher sicher mit diesem Impfstoff geimpft werden.

Um ausreichend geschützt zu sein, werden zwei Dosen zu zwei verschiedenen Zeitpunkten mit einem Abstand von drei bis fünf Wochen zwischen den zwei Impfungen verabreicht.

Wo kann ich die Einwilligungserklärung herunterladen?

Am Tag des Impftermins gehen das Kind und ein Elternteil/Erziehungsberechtigter zum ausgewiesenen Impfzentrum. Sollte kein Elternteil/Erziehungsberechtigter sich zum Impfzentrum begeben können, so kann das Kind allein mit einer unterschriebenen Einwilligungserklärung eines Elternteils/Erziehungsberechtigten zum Impfzentrum gehen.

Die Einwilligungserklärung können Sie im Downloadbereich herunterladen.

Warum sollten sich Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren gegen COVID-19 impfen lassen?

In Belgien machen Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren einen großen Teil der Gesamtbevölkerung aus (534.000 Personen bei einer Bevölkerung von 11 Millionen). Studien haben gezeigt, dass junge Menschen ab 12 Jahren fast doppelt so viele soziale Kontakte haben wie Erwachsene. Neben dem häufigen Kontakt zu Gleichaltrigen ist dies vor allem der enge Kontakt zu Großeltern und älteren Familienmitgliedern.

Wann finden die Impfungen statt?

Ende Juni begann die Impfung von 12 bis 15-Jährigen mit einem erhöhten Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung. Diese jüngere Zielgruppe wurde bereits zu einer Impfung in einem Impfzentrum eingeladen.

Gleichzeitig hat die Interministerielle Gesundheitskonferenz am 7. Juli beschlossen, alle Jugendliche ab 12 Jahren darüber zu informieren, dass sie bald geimpft werden können.

Was sind die möglichen Nebenwirkungen der Impfung?

Wie jeder Impfstoff kann auch der Pfizer-Impfstoff (Comirnaty) Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die zu erwartenden Nebenwirkungen sind denen sehr ähnlich, die bei der erwachsenen Bevölkerung nach der Impfung auftreten. Sie treten in der Regel innerhalb von 12 Stunden nach der Impfung auf und sind vorübergehend.

Sehr häufige Nebenwirkungen (mehr als 1 von 10)

Sehr häufige Nebenwirkungen (die bei mehr als 1 von 10 Geimpften auftreten) sind Schmerzen und Schwellungen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopf- und Muskelschmerzen, Schüttelfrost, Gelenkschmerzen, Durchfall und/oder Fieber. Einige dieser Nebenwirkungen treten bei 12- bis 15-Jährigen häufiger auf als bei Erwachsenen.

Häufige Nebenwirkungen (weniger als 1 von 10)

Häufige Nebenwirkungen (die weniger als 1 von 10 Geimpften betreffen) sind Rötungen an der Injektionsstelle, Übelkeit und Erbrechen.

Seltene Nebenwirkungen (weniger als 1 von 100)

Zu den seltenen Nebenwirkungen (die weniger als 1 von 100 Geimpften betreffen) gehören geschwollene Lymphknoten, Übelkeit, Armschmerzen, Schlaflosigkeit, Juckreiz an der Injektionsstelle, allergische Reaktionen wie Ausschlag oder Juckreiz.

Seltene Nebenwirkungen (weniger als 1 von 1.000)

Zu den seltenen Nebenwirkungen (die bei weniger als 1 von 1.000 Geimpften auftreten) gehören eine vorübergehende einseitige Schwäche der Gesichtsmuskeln, lokale allergische Reaktionen wie ein rosafarbener, stark juckender Ausschlag (Nesselsucht) oder Schwellungen im Gesicht.

All diese möglichen Nebenwirkungen sind kein Grund, den Impfstoff nicht zu erhalten. Wenn Sie jedoch in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion auf einen Impfstoff hatten oder in einer anderen Situation, in der Sie eine schwere allergische Reaktion hatten, eine dringende medizinische Behandlung benötigten, kontaktieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Ihren Impftermin vereinbaren.

Wie läuft der Einladungs- und Impfprozess ab?

Jedes Kind im Alter von 12-15 Jahren erhält in den Sommermonaten eine Einladung per Post, um einen Termin zur Impfung in einem Impfzentrum zu buchen.

Konkreter Ablauf

  1. Das Kind und die Eltern/Erziehungsberechtigten, bei denen das Kind offiziell lebt, erhalten einen Brief mit Informationen zur Impfung. Es ist wichtig, dass das Kind und seine Eltern/Erziehungsberechtigten richtig über die Vor- und Nachteile der Impfung informiert werden. Weitere Informationen über den Impfstoff erhalten Sie bei der föderalen Arzneimittelagentur (AFMPS) in den weiterführenden Links. Wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben, spielen die Eltern oder Erziehungsberechtigten eine wichtige Rolle und treffen gemeinsam mit dem Kind eine wohlüberlegte Entscheidung über die Impfung. Das Kind sollte daher diese Informationen mit seinen Eltern besprechen und gemeinsam eine Entscheidung treffen, auch wenn die Eltern geschieden sind (sie müssen ihre Entscheidungen koordinieren).
  2. Wenn das Kind oder die Eltern noch Fragen oder Meinungsverschiedenheiten darüber haben, ob geimpft werden soll, werden sie ermutigt, ihren Arzt (Hausarzt, Kinderarzt usw.) zu kontaktieren, um eine informierte Entscheidung zu treffen. Es ist wichtig, dass der Arzt das Ergebnis dieser Beratung in der Krankenakte festhält.
  3. Dann vereinbart das Kind zusammen mit seinen Eltern oder Erziehungsberechtigten einen Termin für die beiden Dosen des Pfizer-Impfstoffs.
  4. Am Tag des Termins gehen das Kind und ein Elternteil/Erziehungsberechtigter zum ausgewiesenen Impfzentrum. Sollte kein Elternteil/Erziehungsberechtigter sich zum Impfzentrum begeben können, so kann das Kind allein mit einer unterschriebenen Einwilligungserklärung eines Elternteils/Erziehungsberechtigten zum Impfzentrum gehen. Die Einwilligungserklärung können Sie im Downloadbereich herunterladen.
  5. Im Impfzentrum wird die Identität des Kindes und des Elternteils/Erziehungsberechtigten überprüft.
  6. Die freiwillige Anwesenheit des Kindes und seines Erziehungsberechtigten ist gleichbedeutend mit der Zustimmung beider Beteiligten zum Zeitpunkt der geplanten Impfung.
  7. Das Kind wird dann im Beisein des Erziehungsberechtigten im Impfzentrum geimpft.

Wo findet die Impfung statt?

Die meisten Impfungen finden in einem Impfzentrum statt.

Ausnahmen sind bettlägerige Jugendliche und/oder Jugendliche mit strengen medizinischen Auflagen (z. B. schwere psychiatrische Erkrankungen, schwere körperliche Einschränkungen), die ihren Wohnort unter normalen Umständen nicht verlassen können. Sie können zu Hause vom Hausarzt geimpft werden.

Wenn das Kind und seine Eltern das Gefühl haben, dass es von einer Impfung zu Hause profitieren kann, sollten sie ihren Hausarzt kontaktieren. Der Hausarzt prüft, ob eine Impfung zu Hause möglich ist (dies kann auch über eine Sprechstunde mit einer Krankenpflegerin erfolgen). Wenn ja, wird der Hausarzt mit dem Impfzentrum eine Impfung zu Hause vereinbaren.